X
Thema als Reisebericht lesen


#26

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 29.01.2012 09:31
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:14 | nach oben springen

#27

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 29.01.2012 09:32
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge





Im Busch sollte man(n)/frau sich nicht zu weit vom Auto entfernen...auch nicht um Geschäfte zu tätigen... ;-)
















Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:15 | nach oben springen

#28

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 29.01.2012 09:33
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge






Nach sechs Stunden mussten wir wieder raus aus dem Ngorongoro...


...und am Abend auf einen wunderschönen Campingplatz in Karatu...mit sauberen Duschen (inkl. Warmwasser!!!) und Toileten, letztere sogar aus Keramik und zum draufsitzen!
Welch Luxus! :-)


Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:15 | nach oben springen

#29

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 29.01.2012 12:54
von Silberadler • Rhino | 1.027 Beiträge

Hallo Picco,

Das Zelten in dieser Dichte ist zwar nicht unbedingt mein Fall. Nach Deiner Schilderung aber bestimmt sinnvoll.
Die Gefährlichkeit von Büffel will ich grundsätzlich nicht in Frage stellen. Nicht umsonst gehören sie zu den Big Five.
Du schreibst: „... Der Büffel ist das afrikanische Tier, das am meisten Menschen tötet ...
Ich dachte es wäre das Nilpferd.
Das Flusspferd bringt laut einer Statistik mehr Menschen um, gefolgt von Hirschen.
Und welches Säugetier lässt am meisten Menschen ins Gras beißen?
Sinnigerweise ein Vegetarier, also weder Tiger, Löwe, Wolf noch sonst ein Raubtier:
Es ist das Fluss- oder Nilpferd. Allein in Südafrika tötet es mehr Menschen als alle anderen Säugetiere zusammen.

Du hast aber paar ganz schöne Vogelaufnahmen, der Starweber (Dinemellia dinemelli) hat es mir da besonders angetan.
Freue mich auf die Fortsetzung.

Gruß Mike


Aus einem Grashalm wird ein Vogelnest.
(Weisheit der Ovambo)


zuletzt bearbeitet 29.01.2012 12:55 | nach oben springen

#30

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 29.01.2012 14:09
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge

Hoi Mike

So unterschiedlich können Quellen sein...
Das mit den Büffeln habe ich von mehreren Guides in Kenya und Tansania sowie auch schon zu Kindeszeiten im Fernsehen gehört.
In letzter Zeit habe ich aber auch vielfach gelesen dasss es das Nilpferd ist...wo liegt die Wahrheit?
Habe mal gegooglet und auch Deinen Text in einem Forum gefunden (Klick mich und scroll runter zu 'Onkel Peter'):

Zitat von Silberadler
Das Flusspferd bringt laut einer Statistik mehr Menschen um, gefolgt von Hirschen.
Und welches Säugetier lässt am meisten Menschen ins Gras beißen?
Sinnigerweise ein Vegetarier, also weder Tiger, Löwe, Wolf noch sonst ein Raubtier:
Es ist das Fluss- oder Nilpferd. Allein in Südafrika tötet es mehr Menschen als alle anderen Säugetiere zusammen.


Wenn ich im Wikipedia nachlese steht da bei Flusspferd folgendes: 'Immer wieder wird behauptet, Flusspferde seien die gefährlichsten Großtiere Afrikas und würden mehr Todesfälle als etwa Krokodile oder Großkatzen verursachen. Statistiken darüber gibt es jedoch nicht.'
Ich denke, beide Tiere sind extrem gefährlich...ausserdem trau ich keiner (in diesem Fall wohl nicht vorhandenen) Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe...


Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
nach oben springen

#31

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 29.01.2012 14:33
von Silberadler • Rhino | 1.027 Beiträge

Hallo Picco,

durch Deinen Bericht habe ich zum ersten Mal gehört, dass die Büffel soooo gefährlich sein sollen.
Da es offensichtlich keine verbindliche Statistik gibt, einigen wir uns darauf, dass viele Tiere dem Menschen gefährlich werden können,
wenn der Mensch den nötigen Respekt vor den Individuen vermissen lässt.


Gruß Mike


Aus einem Grashalm wird ein Vogelnest.
(Weisheit der Ovambo)


nach oben springen

#32

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 06.02.2012 11:50
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge

Hoi zämä

Und weiter gehts:
Von Karatu aus gings wieder ins Ngorongoro-Hochland, diesmal aber nicht in den Hauptkrater sondern zum Empakai-Krater, wo unsere dreitägige Wanderung zum Lake Natron begann.

Soll auch mal erwähnt werden: 25 Dollar die sich lohnen!

Kleiner Tänzer am Stadtrand von Karatu... :-)

Blick in den Ngorongoro...

Typisch afrikanische Toilete aus Sicht der Benutzerin...ich war froh, hatte ich mein eigenes Porta Potti dabei!

Unser Wanderweg...

Der Kratersee des Empakai am Nachmittag

Steffi und ich sind nach erreichen des ersten Special-Camps noch mit unserem Guide Elias, einem Massai mit gelben Socken und Wanderschuhen, die etwa 300 Höhenmeter zum See runter...

...wo es richtig schöne Natur zu bestaunen gab...und wo wir wegen des einsetzenden Regens schnell wieder rauf mussten, damit wir noch bevor der Weg eine einzige Schlammrutsche war oben waren...die erste Probe für meine Kondition...die trotz anfangs etwas zu hoher Geschwindigkeit erstaunlich gut war...für einen kaum Sport treibenden Menschen wie mich zumindest... :-)

Am Abend haben uns unser Koch und der Guide eine schön grosse Decke als 'Tisch' hingelegt, die Stühle darum positioniert und den 'Tisch' mit dem wie immer sehr guten Abendessen gedeckt...Selbst sind die drei Eseltreiber und unser Koch Joachim ans Lagerfeuer gesessen, nur unser Guide Elias hat sich zu uns gesellt...
...Zweiklassengesellschaft...
Das hat uns natürlich nicht gepasst, so dass wir recht schnell auch ums Feuer sassen.
Als ich Elias fragte, ob er oder die Eseltreiber auch Wein wollen hat er mich erst gross angeschaut und dann dankend die Becher gefüllt.

Offenbar war das eine neue Erfahrung für ihn, Europäer, die die Eseltreiber nicht nur als Arbeitskräfte, sondern als vollwertige Mitglieder unseres Teams betrachteten.
Als ich mich dann zu Elias, der als einziger der Massai verständtlich englisch sprach, setzte und ihn auf den Serengeti-Highway ansprach brach endlich der Damm!
Da hatte ich wohl voll ins Schwarze getroffen!
Er redete und redete und schweifte über von hier zu da...und ich staunte je länger je mehr, wie modern doch dieser Typ, der in einem traditionellen Massai-Dorf lebt, war!!!
Bis zu diesem Gespräch war er anständig, korrekt und einfach ein guter Guide, wie es viele andere sicher auch sind...nach diesem Gespräch war er völlig offen, sprach auch von sich aus und wurde uns allen immer sympatischer!
Was so ein kleines Gespräch am Lagerfeuer in der Wildniss bei Vollmod so alles bewirken kann...
Toll!!!


Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:16 | nach oben springen

#33

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 06.02.2012 11:54
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge

Und weiter gings am nächsten Morgen.
Joachim hat uns in seinem kleinen Zelt Porridge zubereitet...
Na ja...ich werds mir niemals wünschen, aber Steffi meinte es wäre gut...na ja...
Nebst der Tatsache dass die Wiese abschüssig war und ich deshalb dauernd wieder auf die Matrazze klettern musste haben wir ohne Vorkommnisse wie Wildtierbesuch oder so geschlafen und auch die Esel waren noch volzählig...

...Elias' Kleiderständer stand auch noch da...

...der Lake Empakai sah einfach nur toll aus...und wir hatten auch schon wieder einiges zu lachen.
Dann hiess es Zelte abbrechen, Esel bepacken (wobei ein grosser, kräftiger Europäer gerne zur Hilfe gebeten wird...Ihr dürft drei mal raten wen ich meine...)

Und weiter ging die Wanderung...
Nach kurzer Zeit sahen wir den Ol Doinyo Lengai, den Steffi unbedingt besteigen wollte und zu dem ich am Vorabend auch 'Ja, ich geh mit rauf' gesagt habe...in der irigen Meinung, es handle sich lediglich um eine steile Wanderung...

Die Landschaft war grandios! Das kommt wie auch der Rest der Ferien auf den Fotos niemals so rüber wie wir es erleben durften!











Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:16 | nach oben springen

#34

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 06.02.2012 11:55
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge




Und nach alldem sind wir irgendwann auch mal im schon aufgebauten Camp im Akazienwald angekommen: Wunderschön!!!!!!!!









Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:16 | nach oben springen

#35

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 09.02.2012 19:57
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge

Und weiter gehts:

In der Nacht hab ich etwas unruhig geschlafen und war schon um vier hellwach...
Ich lag so da und lauschte dem ewigen Stampfen des einen Esels bis dieses plötzlich verstummte...
Darauf legte sich ein Tier 'neben' mein Zelt..
Und zwar so nah, dass es den Zeltstoff runterdrückte und teilweise auf meiner Schulter zu liegen kahm!
Ich dachte 'Du dämlicher Esel' und versetzte ihm einen Schlag mit dem Ellenbogen in die Rippen (vermute ich mal), das Vieh rutschte etwas rüber und gut wars...
Beim Frühstück erzählte ich die Geschichte von dem anhänglichen Esel und sah am Schluss in erstaunte Gesichter...
Als Uschi mich darauf hinwies dass sämtliche Esel in einem aus Dornenbüschen zusammengeschusterten Gatter standen...inklusive unseres Stampfers...war es dann ich, der ein erstauntes Gesicht machte! :-)

Aussicht vom Frühstückstuch...

Rinde, die wie ein weibliches Aktmodell mit Stilettos auf dem Baum liegt...

Direkt hinter unserem wunderschönen Akaziencamp begann die vom Ol Doinyo Lengai bei seinem Ausbruch ab 2007 verwüstete Region...alles tot und nur wenig neues Leben!

Überall schwarzer Sand und steile Abhänge...unser nicht schwindelfreier Ewald musste leiden...

Für uns andere war diese Mondlandschaft einfach nur faszinierend!

Unsere Esel und ihre Treiber haben uns nicht nur ein- , nein, auch überholt...

...Ohne Worte...

Teilweise hat sich wieder erstes Gras angesiedelt...

Der Ol Doinyo Lengai wird immer grösser und meine Vorfreude immer kleiner...

Langsam gehts runter in die Ebene, aus der sich der Ol Doinyo Lengai erhebt...im Hintergrund der Lake Natron...wir sahen bis Kenya, auf der Foto nicht sichtbar...


Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:17 | nach oben springen

#36

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 09.02.2012 19:59
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge

Ausgeschwemmte Rinnen...

Fantastische Bachläufe...

Und nach einem anstrengenden Marsch erreichten wir die Talebene, wo Fity schon mit dem Auto und natürlich einigen Massai's mit ihren Markt-'Ständen' wartete und uns in's Camp fuhr...Ewald legte sich kurz hin...und schlief erst mal eine Weile...war vieleicht etwas hart für ihn und Uschi als untrainierte Wanderer...was ich, wenn ich so darüber nachdenke ja auch bin...hmmm... ;-)

Nachdem wir uns etwas aussgeruht hatten sollte es an einen Wasserfall, wo man baden konnte, gehen...
Der Fussweg durch die Schlucht hat aber doch etwas an Kraxel-Künsten verlangt, was nicht alle unserer Gruppe in genügendem Masse bieten konnten...so sind wir kurz vor dem Wasserfall baden gegangen...den Fall haben wir nicht gesehen, wohl aber die vielen Touristen die dorthin kraxelten...was uns zusätzlich abschreckte!
Natürlich darf ein Bild vom Lake Natron, wohin wir auf dem Weg vom Wasserfall zum Camp noch vorbeischauten, nicht fehlen...aber wirklich aufnamefähig war weder ich noch die Kamera...und die vielen Massai's, die hier nicht nur besonders aufdringlich waren sondern auch noch stinkfrech...
Einer hielt mir eine sicherlich gefälschte 5-Dolarnote wenige Centimeter vor's Gesicht, der andere knallte noch eine Art Keule zwischen Note und Gesicht, so das ich den Kopf zurückziehen musste um nicht davon getroffen zu werden...das war das erste Mal dass ich einem Einheimischen drohend den Zeigefinger vors Gesicht hielt und laut 'Stop!' rief!
Als einer mich dann noch am Einsteigen hindern wollte war meine Laune dann definitiv nicht mehr gut...

Nach dem wie immer guten Abendessen haben sich Steffi und ich etwas ausgeruht, ich sogar etwas geschlafen...denn um Mitternacht war Abfahrt zur Besteigung des Ol Doinyo Lengai angesagt...


Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:17 | nach oben springen

#37

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 09.02.2012 20:03
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge

Um etwa 23:00 Uhr bin ich erwacht und sofort habe ich begonnen gaaaaanz leise meine Sachen zu packen...mehrmals, weil ja dieses und jenes Gramm eingespart und dieses, nein, jenes oben griffbereit sein sollte...ganz leise war ich...

Und trotzdem kam von Steffi aus dem Nebenzelt ein genervt klingendes 'Ach Claudio...' ;-)

(So heiss ich mit bürgerlichem Namen...)

Kurz darauf sasssen Steffi (die keine Sekunde geschlafen hat) und ich zu neuen Heldentaten bereit am Tisch und wurden von unserem Fahrer und unseren beiden Guides (wir haben zur Sicherheit auch noch unseren Massai-Guide Elias, der den Berg auch schon 15 Mal bestiegen hat, angeheuert...zum Glück!) abgeholt.

Am Berg angekommen hab ich meinen GPS-Tracker eingeschaltet und schon sind wir durch die vollmondhelle Nacht gewandert.

Der Weg war anfangs noch ganz angenehm und ich konnte problemlos mit Steffi mithalten, trotz starkem Gegenwind, der uns bis auf die Spitze begleiten würde...

Als es steiler wurde ist Steffi wie abgesprochen mit ihrem Guide ihr Tempo und ich mit Elias mein Tempo gegangen.

Es wurde steiler und steiler, der Untergrund änderte sich von fester Erde zu Gestein zu Sand...

Ich wusste gar nicht dass Sand so steil sein kann!

Vier Schritte vor, drei zurückgerutscht!!!

Für mich wars der erste Berg überhaupt, ich war untrainiert und hatte schlechte Laune...und der Berg wurde steiler und steiler, bis ich die Hände zur Hilfe nehmen musste...

Auf allen vieren gings an einer Truppe Amerikanerinnen vorbei, die offensichtlich noch schlechter trainiert waren als ich...

Von Steffi sah ich nur selten einen Blitz der Kamera oder der Kopflampe, sie wieselte den Berg hinauf wie eine junge Bergziege...ich eher wie eine alte Dampflock... :-/

Irgendwann überholten wir einen Inder, der genüsslich an einem Energieriegel kaute...wie sich später herausstellte hat er seinen Proviant vergessen und hat nach einem Schwächeanfall die raufstürmende Steffi um Essen angefleht... ;-)

Der Berg wurde steiler und steiler...der Boden wechselte von Sand zu losen Felsbrocken...dazwischen immer wieder Sand...

Irgendwann fand ich mich auf einer völlig glatten riesigen Steinplatte wieder, nirgends eine Möglichkeit mich festzuhalten...und ich rutschte immer wieder aus, was meine Laune nicht verbesserte...hinter mir gings weit über tausend Höhenmeter mit etwa 100% Gefälle runter...wer hier ausrutscht hält nicht mehr an, dachte ich mir...und auch das verbesserte meine Laune nicht...

Aber runter mochte ich noch weniger als rauf, zumindest im Dunkeln, und hier bleiben und warten bis Steffi zurück kommt? Nein, auf keinen Fall!!!!

Also biss ich mich durch und verfluchte innerlich die halbe Welt oder noch mehr...vor allem aber mich selbst!

Elias hielt nach einer Schimpftirade meinerseits auf mich selbst etwas Abstand...ich glaube, er hat mitbekommen dass ich nicht sonderlich erfreut war...

Irgendwann hörte ich Steffi 'Hello Elias, where is Claudio?' rufen, da wusste ich, weit ist's nicht mehr...und schon sah ich sie völlig entspannt dasitzen und den Sonnenaufgang abwarten...


...ich also auch einen Platz gesucht und mich mit Händen, Füssen und was ich sonst noch hatte zwischen die Felsen geklemmt, völlig verspannt...hab ich schon erwähnt dass ich keine sonderlich gute Laune hatte?

Steffi erzählte dass die seit etwa 15 Minuten hier war und weiter unten einem Inder mit Proviant aushelfen musste... ;-)

Und schon gings die letzten Meter hoch zum Krater, wo der Wind noch heftiger tobte als unten schon.









Links und rechts gings steil runter...im Krater noch steiler als aussen schon...

Ich hab mich nicht mal getraut meine Kamera oder was zu essen rauszunehmen, weil ich fürchtete das Gleichgewicht zu verlieren...und das war vom Wind schon genügend gefordert...

Auf dem Abstieg wurde meine Laune mit jedem Meter besser...



...und irgendwann konnte ich mich sogar hinsetzen und etwas aus dem Rucksack nehmen, ohne Angst, abzustürzen...

Und gaaaaanz langsam ersetzte auch bei mir der Stolz die schlechte Laune...
Dank Steffi und Elias hatte ich meinen ersten Berg bestiegen!
Die Auswertung des GPS-Trackers ergab eine Höhendifferenz zwischen Start und höchstem Punkt von 1864m...nicht schlecht!


Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:17 | nach oben springen

#38

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 11.02.2012 08:39
von Erongo • Moderator | 569 Beiträge

Hallo Picco!

Ich bin erst jetzt auf deine Reise gestoßen. Nachträgliches Berg Heil zum Gipfelsieg. Wenn ich bedenke, dass ich bei Alpintouren immer darauf achte, die täglichen Höhenmeter mit 1000 zu begrenzen muss ich sagen: Hut ab vor 1864 Meter und das noch bei Dunkelheit in diesem Gelände!

LG Erongo




nach oben springen

#39

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 12.02.2012 11:03
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge

Hoi Erongo

Zitat von Erongo
Ich bin erst jetzt auf deine Reise gestoßen.

Ich zum Glück schon im 2010, sonnst hätt ich das alles erfinden müssen...

Zitat von Erongo
Nachträgliches Berg Heil zum Gipfelsieg.

Danke!


Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
nach oben springen

#40

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 12.02.2012 11:06
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge

Unten angekommen waren wir beide wie auch unsere Guides nur noch hundemüde und die Knie zeigten uns genau, wo sie waren...
Wir alle haben uns beim Abstieg mehrere Male unfreiwillig auf den Hintern gesetzt, aber niemand war verletzt!
Fity, der im Auto geschlafen und auf uns gewartet hat, begrüsste uns schon von weitem, gratullierte und war ganz verblüfft dass wir obwohl wir als letzte gestartet sind als erste oben und auch wieder unten waren.
Kein Wunder bei der Konkurenz...der Inder erreichte den Gipfel ja noch aus eigener Kraft, was die Ami´s nicht wirklich schaften...da wurde von den Guides geschoben und gezogen...die armen Guides!!!
Und trotzdem, ganz Ami-like...immer am Quasseln!
Nicht mehr gehen können vor lauter Schnauben, aber quasseln...tststs...
Für uns hiess es nun Frühstücken und ab ins zwischenzeitlich bepackte Auto rein...auf zur Monsteretappe zurück nach Mto Wa Mbu...
Auf der extrem holperigen mehrstündigen Fahrt plötzlich etwas, was ich noch nie erlebt habe: Ein Defekt an einem Toyota!
Plötzlich knallte es von unten bei jedem stärkeren Einfedern der Hinterachse...
Für Fity tönte es eher nach Dach, wo wir auch tatsächlich einen abgerissenen Haltegummi entdeckten, aber ich war mir hundertprozentig sicher dass das Schlagen von der Hinterachse stammte...
Endlich hielt Fity an und wir krochen zu dritt um die Hinterräder und fanden...nichts!
Keinen defekten Stossdämpfer, wie ich vermutete, keine gebrochene Feder, nichts was defekt aussah...
Also gings langsam weiter...
In Mto Wa Mbu angekommen ging Fity nachdem er uns abgeladen hatte zum Mechaniker...
Dessen Diagnose war so einfach wie einleuchtend und sichtbar..Vor lauter Schlaglöcher hat sich die Hinterachse mehrere Centimeter nach rechts verschoben und so das Differenzial an ein tieferliegendes Bodenblech schlagen lassen...
Zeitlich passte uns die notwendige Reperatur ganz gut, denn so konnten wir unser privates Hilfsprojekt für das durchwanderte Massaidorf Naiyobi in Ruhe organisieren!
In Naiyobi fiel uns auf dass offensichtlich zu wenig Grundnahrungsmitel vorhanden waren...beziehungsweise die Leute es sich nicht leisten konnten diese zu kaufen...
Anstatt einigen wenigen ihren Schmuck abzukaufen haben wir uns in Absprache mit dem Chief des Dorfes entschlossen, Mais einzukaufen und ihn den Bedürftigen verteilen zu lassen.
Nun gingen wir in Mto Wa Mbu zusammen mit unserem in diesem Dorf aufgewachsenem Koch Joachim und Elias in die Ecken, wo Weisse kaum hinkommen und verhandelten bis wir 10 Säcke Mais zusammen hatten, was etwas weniger als 400 Dollar kostete.
Die Fahrer, die den Mais zusammen mit anderen Dingen mitnehmen sollten, was bis zu diesem Zeitpunkt gegenüber uns immer als nichts kostende Gefälligkeit dargestellt wurde (sie fuhren sowieso), kamen dann plötzlich mit Transportkosten von 200 Dollar hervor...
Ihr hättet Elias' entgleistes Gesicht sehen sollen als er bemerkte dass seine Freunde sich auf Kosten hungernder Menschen mit Wucherpreisen bereichern wollten!
Willkommen in Afrika!
Beinahe hätten wir die Aktion abgebrochen...so eine Schweinerei!!!
Aber unsere Steffi verhandelte und verhandelte und verwarf die Arme und verhandelte und und und bis die Fahrer bereit waren die zehn Säcke für 40 Dollar zu transportieren...für die etwa 150km Weg immer noch genug...aber akzeptabel!
Natürlich waren wir nicht so naiv zu glauben dass das nun einfach so klappte, also baten wir Elias, vorher schon den Dorf-Chief und später den Veranstalter unserer Safari unabhängig voneinander zu überprüfen, ob der gesammte Mais in Naiyobi angekommen ist.
Am 10. März, SMS usw sei Dank, konnte Steffi verkünden: 'Mission erfüllt!' :-D
Und das mit einheimischen Resourcen und mit Unterstützung der einheimischen Bauern.. :-)
Bei der Verabschiedung fiel Elias der Steffi und mir um den Hals, was uns sehr berührte...wir waren für ihn offensichtlich mehr als nur Kunden geworden... :-)
Sollte sich jemand für einen guten Massai-Führer interessieren, der Elias will sich selbstständig machen und ich geb Euch gerne seine E-Mail-Adresse per PN weiter!
Als wir zurück waren war auch das Auto fertig repariert und es ging weiter in Richtung L'Oasis Lodge in Arusha...der Fity hatte an diesem Tag einen wirklich anstrengenden Job!!!
Als wir endlich ankamen war's, wenn ich mich recht erinnere, schon nach acht und die Verabschiedung von Fity und Joachim war ebenfalls emotionsgeladen, vor allem Joachim bedankte sich bei jedem von uns herzlich und mit Umarmung für die Mais-Aktion...
Der nächste Tag sollte unser letzter gemeinsamer Tag sein...wir gingen noch kurz in die Stadt um Kaffee usw zu kaufen und hingen den Rest des Tages noch faul rum...nach den genauso anstrengenden wie wunderschönen Tagen der Wanderung hatten wir alle einen Faullenzertag nötig!
Am Abend hiess es für mich Abschied nehmen von meinen neuen Freunden...denn am nächsten Morgen um halb sechs gings für mich los zum Flug nach Nairoby...

...mit anschliessender Fahrt in den Amboseli...
Mein Zimmer:

















Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:18 | nach oben springen

#41

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 12.02.2012 11:06
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge

...und ab vier auf den ersten Game-Drive...mit Funk und einem Fahrer, der nicht auf das hörte, was ich wollte...







Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:18 | nach oben springen

#42

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 25.02.2012 13:26
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge









Der zweite Tag begann natürlich wieder mit einem Gamedrive...wieder mit Funk (nervt!) und meinem Fahrer, der partout nicht begreifen wollte dass ich nicht jedes Zebra und jeden Elefanten fotografieren wollte...und schon gar nicht gegen die aufgehende Sonne...sondern dass er einfach nur fahren sollte bis ich 'Stop please' rief...wie ich doch die zwei Wochen vorher und vor allem meine Mitreisenden vermisste!











Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:18 | nach oben springen

#43

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 25.02.2012 13:28
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:19 | nach oben springen

#44

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 25.02.2012 13:29
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge

Plötzlich sah ich in der Ferne zwei Schakale, die offensichtlich auf der Jagt waren!
Ich sagte 'Stop please', worauf der Fahrer meinte 'Lets go to the Elefants'...
Ich wieder, etwas energischer 'Stop now please, there are hunting Jackals!', worauf er wieder mal fragte, ob ich nicht lieber die Elefanten fotografieren wollte.....
GGRMPFL!!!! Der Kerl nervte!!!

Als wir endlich standen konnte ich durchs Fernglas erkennen dass die zwei Schakale offensichtlich etwas gefunden hatten...

Dieses Etwas stellte sich als das Baby einer Thomsongazelle heraus.
Der Vater und vor allem die Mutter griffen immer wieder die Schakale an, welche dann natürlich zum Gegenangriff starteten, aber das Kitz war sicherlich schon tot...
Faszinierend und herzzerreissend, wie die Mutter immer wieder angriff und ihr Leben für das tote Kitz riskierte...







Beim Aussichtsberg (ha, 'Berg') waren zwei Elefanten heftig und mit geschrei am kämpfen...interessant







Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:19 | nach oben springen

#45

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 25.02.2012 13:29
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge


Premiere (für mich): Eine Elefantendame säugt ein Junges!











Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:19 | nach oben springen

#46

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 25.02.2012 13:32
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.427 Beiträge


Nach der zweiten Nacht im Amboseli gings nochmals auf einen Gamedrive, bei dem wir aber kaum Tiere sahen, und dann deutlich früher als ich dachte wieder zurück nach Nairoby, wo mein netter Fahrer mich an einer bestimmten Adresse absetzen sollte...und sich vorher schlicht nicht schlau gemacht hat, wo das ist...der erwartete doch tatsächlich von mir dass ich mich in Nairoby gut genug auskenne um ihm den Weg zu zeigen...er hatte die Karte ja erst ein paar Tage bevor er mich am Flughafen abholte bekommen, wie hätte er sich da auch schlau machen können...Gott, der Typ nervte!







Und wir gondelten durch halb Nairoby, weil wir die Adresse nicht fanden...zum Schluss hab ich ihm eine Prepaid-Karte bezahlt, damit er wenigstens anrufen und sich nach dem Weg erkundigen konnte...irgendwann wars dann auch geschafft und ich wieder bei Chris in seinem neuen Appartement angekommen.
Am nächsten Tag trafen wir uns noch mit Elvira, die ich aus dem Jambo-Kenia-Safariforum kenne und gingen am Abend noch ins 'Fogo Gaúcho' (klick mich!) essen und dann an den Flughafen...zurück in den Winter...
Nun weiss ich dass ich nicht der Typ für die Luxus-Safaris in den Lodgen bin...die Amboseli-Geschichte hätt ich mir sparen können...aber sowas weiss man ja nie vorher!
Auch hab ich Tansania als das wesentlich angenehmere Land empfunden, vor allem die Menschen waren deutlich weniger agressiv als in Kenya...was habt Ihr für Erfahrrungen?
Die Afrikaferien 2013 sind schon abgemacht: Mit Steffi auf dem Mt. Meru, den Mt. Kilimanjaro und auf Safari mit Wanderung...ich freu mich jetzt schon darauf!
Eine Liste der Campsites versuch ich noch zusammenzustellen und häng sie dann hinten drann...
ENDE DES REISEBEICHTS


Gruss

Picco

www.comol.li
www.comoltech.ch
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 16:20 | nach oben springen

#47

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 28.09.2013 16:20
von Crazy Zebra • Admin | 2.545 Beiträge

@Picco

dieser Reisebericht wurde umgearbeitet und kann nun am Stück gelesen werden.

siehe Thema

REISE-BERICHTE an einem Stück lesen (schreiben)

Gruss Kurt


Afrika - eine Liebesgeschichte - Drama & Lovestory - das volle Programm

nach oben springen

#48

RE: Picco in Tansania und Kenya im Februar 2011

in REISEBERICHTE 07.10.2013 15:10
von reiselander (gelöscht)
avatar

was für Atem-beraubende Bilder! :-)


nach oben springen



     
  IP-Adresse



Besucher
0 Mitglieder und 1 Gast sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Mona Frey
Besucherzähler
Heute waren 58 Gäste , gestern 108 Gäste online

Forum Statistiken
Das Forum hat 2096 Themen und 12071 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:


Besucherrekord: 79 Benutzer (16.04.2015 21:53).

disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 0