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#1

Die Problem-Klasse und ich

in INTERNET MEDIENWELT 04.01.2012 16:29
von Volker • Leopard | 288 Beiträge

Es wird noch Zeit brauchen, bis die Mauern in den Köpfen überwunden sind - wenn es denn jemals klappt:

http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausla...,798378,00.html



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#2

RE: Die Problem-Klasse und ich

in INTERNET MEDIENWELT 05.01.2012 11:13
von eggitom • Admin | 1.048 Beiträge

Hallo Volker

ganz von der Hand zu weisen ist die Argumentation offenbar nicht - wenn sie das Verhalten der Lehrerin und des Vorstehers auch in keiner Weise entschuldigt.

Aber in Südafrika und auch anderen Ländern im südlichen Afrika scheint tatsächlich eine Art "umgekehrter Rassismus" im Gange zu sein. Das muss nicht gerade die Auswirkungen haben, wie in Zimbabwe oder wie sie Julius Malema auch in Südafrika möchte, wirkt sich aber im täglichen Leben halt trotzdem aus. So haben weisse Lehrer mehr Schwierigkeiten, eine Stelle zu kriegen (habe ich 2002 von einer persönlich betroffenen jungen Frau erfahren) und werden - wenn man einschlägigen südafrikanischen Krimiautoren glauben darf - Kaderpositionen bei den südafrikanischen Polizeikräften mehr nach Hautfarbe denn nach Können besetzt. Hier kommt allerdings noch ein weiterer Punkt dazu: dem gleichen Stamm anzugehören, wie der gerade regierende Präsident, ist auch nicht das schlechteste Argument...

Dass die massgebenden Kräfte in Südafrika resp. im ANC diesem Tun offenbar doch nicht ganz tatenlos zusehen wollen, hat sich letzthin in der - zumindest temporären - Entmachtung Julius Malemas gezeigt.

Und etwas dürfen wir nicht vergessen: Die Mauern in den Köpfen resp. die Bretter davor sind so alt, wie es unterschiedliche Hautfarben, Rassen und Religionen gibt. Und es gibt sie leider nicht nur im südlichen Afrika...

Nachdenkliche Grüsse
Thomas


Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht(Fritz Grünbaum)

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#3

RE: Die Problem-Klasse und ich

in INTERNET MEDIENWELT 05.01.2012 18:05
von botswanadreams (gelöscht)
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Hallo Thomas,

das ist sicherlich eines der schwierigsten Probleme im südlichen Afrika. Doch machen wir mal einen Vergleich.

In Südafrika liegt der Anteil der "weissen" Bevölkerung bei 10%. In der Schweiz kommen ca. 10% der Wohnbevölkerung aus Nicht-EU/EFTA Staaten. Nun stelle man sich vor, die gut bezahlten Jobs bekommen diese 10% Ausländer in der Schweiz, jeder 2. Schweizer ist arbeitslos ohne jegliche Unterstützung von staatlicher Seite und der Rest muss zu einem hohen Prozentsatz im Niedrig-Lohnsektor arbeiten - ohne Aussicht auf eine Änderung. Was würden wir zu dieser Situation sagen - das muss sofort verändert werden, es ist unser Heimatland.
Aus dieser Sicht kann man verstehen, dass Afrikaner bei allen öffentlichen Jobs bevorzugt werden, auch wenn es für die Entwicklung des Landes nicht immer von Vorteil ist.

Ein Richtig oder Falsch wird es in dieser Frage nie geben.

LG
Christa


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#4

RE: Die Problem-Klasse und ich

in INTERNET MEDIENWELT 06.01.2012 17:44
von Lumela • Leopard | 259 Beiträge

Hallo Thomas und Christa

Julius Malema wurde nicht wegen seiner rassistischen Äusserungen vom ANC ausgeschlossen, sondern weil er die Führung des ANC kritisiert hatte. Die Führungsriege in Südafrika hat es sich inzwischen sehr bequem gemacht und will nicht zulassen, dass Malema als innerparteilicher Wortführer der Kritiker des Präsidenten das gute Leben stört, nach dem Motto "don't rock the boat"

In vielen Gesprächen mit weisse Südafrikanern habe diese den neuen Rassismus bestätigt. Etliche von Ihnen raten ihren gut ausgebildeten erwachsenen Kindern das Land zu verlassen, weil sie keine Zukunft für sie sehen.

Die Bevorzugung von Nichtweissen spielt sich nicht nur in der öffentlichen Verwaltung ab sondern zunehmend auch im Gesundheitswesen mit entsprechend negativen Folgen für die Qualität der medizinische Behandlung.

Schneereiche Grüsse vom Arlberg

Lumela


Das Risiko eines Abenteuers ist mehr wert als tausend Tage Wohlleben und Bequemlichkeit - Paulo Coelho


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#5

RE: Die Problem-Klasse und ich

in INTERNET MEDIENWELT 07.01.2012 01:02
von Silberadler • Rhino | 1.027 Beiträge

Hallo!

Die Wurzeln des Rassismus reichen zurück bis in die frühe Geschichte der Menschheit und sind bis zum heutigen Zeitpunkt fast an allen Orten und zu allen Zeiten gegenwärtig.
Begriffe wie Ossi, Wessi und Tussi haben häufig zum Schmunzeln Anlass gegeben. Beruhen aber letztendlich auf Vorurteile und Unkenntnis.
Ausländerfeindlichkeit war und ist in Deutschland auch kein Fremdwort!
Die Folgen von Rassismus reichen von Vorurteilen und Diskriminierung, Mobbing, Benachteiligung über Rassentrennung, Sklaverei und Pogrome bis zu sogenannten „Ethnischen Säuberungen" und Völkermord.
Was kann man dagegen unternehmen?
Wehret den Anfängen, denn JEDER kann urplötzlich zum Opfer werden.

Gruß Mike


Aus einem Grashalm wird ein Vogelnest.
(Weisheit der Ovambo)


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#6

RE: Die Problem-Klasse und ich

in INTERNET MEDIENWELT 07.01.2012 08:20
von Admin Kurt (gelöscht)
avatar

Zitat von Silberadler
Hallo!

Wehret den Anfängen, denn JEDER kann urplötzlich zum Opfer werden.

Gruß Mike



Ergänzend....

oder zum Täter...

Grüsse Kurt


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