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#51

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 23.07.2018 06:35
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge



Oben und unten: Von den Affen sehen wir lediglich Paviane, von denen es in der Umgebung der Lodge offenbar einige hat.



Nur...viele Tiere sehen wir nicht!
Dafür einige Autos, unter anderem eines von Akwaba Afrika, das zu 50% dem David Heidler gehört der mir als wenn ich mich recht erinnere unter dem Alias 'Daudigaudi' meine zweite je in einem Forum gestellte Frage beantwortet hat.
Da muss ich natürlich mal mit den Leuten sprechen, zumal der Fahrer angehalten hat als er Paul erblickte.
Während also die Guides miteinander quasseln spreche ich die beiden Touristen an, die auf dem Weg in die Pakuba Lodge sind.
Nach kurzem Smalltalk mitsammt Tipp wo der Leo zu finden ist fahren sie weiter und überlassen uns wieder der nicht vorhandenen Vogelschar.



Oben: Was man im Urwald nicht so alles findet! Übrigens ein ebenfalls empfehlenswerter Reiseveranstalter für ganz Afrika!



Oben: Wenns schon keine Vögel und Säugetiere hat dann wenigstens Schmetterlinge! Und die sind sogar recht Kontaktfreudig!



Oben: Oha! Eindeutig ein Böhm-Buschhörnchen (Boehm's Bush Squirrel bzw. Paraxerus boehmi), was sonst! ;-)



Oben: Da starrt auch dieser weibliche Star unbekannter Art ziemlich schräg aus den Federn!



Oben: Papilio demodocus, auch bekannt unter der englischen Bezeichnung Citrus Swallowtail („Zitrusschwalbenschwanz“)



Oben: Nochmals erscheint uns Böhmi, diesmal nicht weit entfernt in den Baumkronen sondern beinahe am Boden in wenigen
Metern Entfernung.


Nebst ganz wenigen Vögeln erleben wir noch einen Schmetterling, der von Sabine Besitz ergreifen will, was ich natürlich erst fotografiere und danach heldenhaft unterbinde...worauf er von mir Besitz ergreifen will...tja...
Dank der Hitze sind die Halbliter-Wasserflaschen bald mal geleert (zumal ich meine nachdem mir der Deckel in den Dreck gefallen ist sowieso schon am Anfang geleert habe) und so kehren wir um 17:11 Uhr um und erreichen um 18:00 Uhr wieder das Restaurant, wo sofort je ein grosses Bier für Nachfüllung des Flüssigkeitshaushaltes sorgt.



Oben: Infotafel am Abzweig zur Budongo Eco Lodge...



Oben: Das Restaurant der Lodge von der Zufahrt her gesehen.

Um 19:15 gehts wieder ins Zimmer, etwas vom andauernden Schwitzen ausruhen, was wir aber nur kurz tun, denn um 20:00 gibts schon wieder was zu essen!
Nun sind wir alleine in der Lodge...aber das Essen ist auch heute Abend hervorragend!
Auch wenn wir uns nicht mehr sicher sind was wir gegessen haben...ich meine Sabine hatte was vegetarisches und ich einen Hamburger, natürlich mit Vor- und Nachspeise.
Wir wissen nur noch: Dies war die Lodge mit dem besten Essen unserer Reise!
Natürlich wieder je eine grosse Flasche Bier...und die Bieridee mit der Stirnlampe in Scheinwerfer-Einstellung den geräuschvollen Wald abzuscannen.
Und was sehen meine verdutzten Äuglein?
Gelbe Augen die zurückleuchten!
Nur für einen kurzen Moment und blinzelnd, vielleicht 20m entfernt und etwa 20cm über dem Boden...
Ui!
Welches Tier blinzelt wenn ein Lichtkegel es erfasst und hat dazu noch gelbe Augen?
Eine Manguste?
Keine Ahnung, aber dies und die darauf folgende Diskussion zwischen Paul und mir lassen Sabine nicht wirklich kalt, zumal auch mein Leo-Erlebnis vom Herbst 2011, als mir wohl ein Leo Nachts im Wald gegenüberstand, zur Sprache kommt...womit sie sich dann so unwohl fühlt dass wir uns auf ihren Wunsch wieder von Paul zur Hütte begleiten lassen.
Natürlich leuchten wir die ganze Umgebung ab um ihr zu zeigen dass kein Leo in der Nähe ist.
Bald schon sind wir im Bett und schlafen, auch der vorherigen beinahe schlaflosen Nacht geschuldet, bald mal ein.
Gute Nacht!


Gruss

Picco

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#52

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 24.07.2018 07:17
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge

Tag 8: Lange Fahrt nach Entebbe

Es ist etwa 03:00 Uhr und unweit von uns schreien Paviane wild durcheinander und bewegen sich offensichtlich sehr schnell...
...plötzlich...
Bumm-Babumm!
Hoppla!
Das war auf unserem Dach!
Und um uns herum ist Ruhe...beinahe gespenstische Ruhe!
Ganz leise, kaum hörbar nehmen wir wahr dass etwas auf dem Dach rumgeht...
...und weit und breit schreit kein Affe mehr!
Denn die sind weg...
Hmm...
Was erschreckt Paviane nachts im Wald und bewegt sich beinahe lautlos auf einem Blechdach?
Elefant, Giraffe und Nilpferd scheiden schon mal aus, die sind zu schwer für das Dach...
...könnte es ein Leo sein?
Der Gedanke beruhigt Sabine und auch mich nicht sonderlich und so wird auch diese Nacht nichts mit viel erholsamen Schaf...
Nach etwa einer Stunde ist wieder Ruhe auf dem Dach...
...aber an Schlaf ist nicht mehr zu denken.
Wir versuchen es trotzdem bis 07:30, dann geben wir auf und hüpfen langsam und müde aus dem Bett.
Abwechselnd wird das Bad benutzt und Koffer gepackt, denn heute gehts weiter nach Entebbe an den Lake Victoria.
Um 08:00 frühstücken wir wieder mit sensationell schmeckenden Früchten und anschliessend bezahlen wir 23$ für unsere Getränke und ich kauf mir dazu für 10$ noch einen Radfahrer aus Draht usw, den jemand aus einem der den Park umschliessenden Dörfer gefertigt hat. Wenn es auch nur ein sehr günstiges Souvenir ist so hat da doch jemand etwas von den Touristen, die ansonsten nur durch die Dörfer in den Park fahren.
Was wichtig ist, denn vom Park haben die Wenigsten der Anwohner etwas...ausser Nachteile!



Oben: Einfach zu geil um nicht gekauft zu werden, zumal es einem unterstützenswerten Idee dient!

Natürlich werden auch die beiden Tipp-Boxen (Staff und Guides) gefüllt und schon verabschieden wir uns von der sympathischen Belegschaft dieser schönen kleinen Lodge und fahren um 09:00 los!



Oben: Das Verabschiedungsschild der Budongo Eco Lodge tut was es tun soll: Es verabschiedet uns...



Oben: Die Hauptstrasse die uns in Richtung Süden aus dem Murchison Falls National Park und dem Budongo Forest führt



Oben: Kaum aus dem Park draussen sehen wir schon wieder viele Leute beim Schleppen von Wasserkanistern und anderen Dingen...



Oben: Staubig ists wenn jemand vor uns fährt, auch wenns nur ein Motorrad ist...kein Wunder, es ist ja Trockenzeit!



Oben: Zwischenzeitlich ist die Piste mal nicht so gut...



Oben: ...dann wieder besser, so dass auch Lastwagen voller Menschen fahren können...



Oben: ...aber staubig bleibts bis kurz vor Masindi...



Oben: ...wo die Piste in eine Teerstrasse übergeht.

Raus aus dem Park und in Masindi kurz tanken, dann gleich wieder weiter.
Kurz vor Ziwa Rhino erreichen wir um 11:00 das Restaurant 'Kabalega Diner', wo Paul sich mit einem Geschäftspartner treffen muss.
Er bittet uns beim Auto zu warten, doch offenbar dauert es länger als erwartet.



Oben: Unser Auto, man sieht gut dass wir für unsere langen Beine mehr als reichlich Platz haben.
Und die Geländegängigkeit reicht für die ugandischen Parks locker aus.


Zumindest dauert es so lange dass wir das Auto schliessen und uns ins Restaurant setzen, wo wir je eine Coke schlürfen.
Immer mit Blick aufs Auto...
Nach wenigen Minuten kommt auch Paul zu uns und wir laden ihn ebenfalls auf eine Fanta orange ein.
Noch kurz zur Toilette und um etwa 11:40 Uhr fahren wir weiter.


Gruss

Picco

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#53

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 25.07.2018 07:57
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge



Oben: Der Abzweig zum 'Ziwa Rhino' mal von Norden her betrachtet...



Oben: Früchte und Gemüse am Wegesrand...



Oben: Ugandas Landschaft während der Trockenzeit...mag für viele recht grün ausschauen, wer aber mal Uganda am Anfang der Trockenzeit erlebt hat weiss dass das nicht wirklich grün ist...



Oben: Wir kommen Kampala immer näher...



Oben: ...und so sehen wir auch je länger je mehr Händler und Hütten...



Oben: ...und die Strasse wird auch immer besser!



Oben: Nur noch wenige Kilometer bis zu den ersten Häusern von Kampala!

Gegen 14:00 treffen wir im 'Asante-Café' in Kampala ein und gehen dort was essen.
Sabine nimmt ein Avocado-Tomaten-Käse-Sandwich und einen Vanille-Milchshake, ich ein Tuna-Sandwich und Coke, Paul einen Burger und Wasser und zusammen macht das 32'000 ugandische Shillingi...etwa sFR. 8,65...und es schmeckt!
Weiter gehts, aber 'nur' bis zum Büro von Terrain Safaris an der Entebbe Road in Kampala...wo uns Paul sein Büro zeigen und seine Mitarbeiter Edith und Edward vorstellen will.



Oben: Verkehr in Kampala...



Oben: ...wo neben der Strasse ein Geschäft am Anderen zu sehen ist. Die einen Geschäfte sind in Hütten...



Oben: ...die Anderen unter Sonnenschirmen oder in auch nur auf einem Tuch am Boden!


Gruss

Picco

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#54

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 26.07.2018 11:07
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge

Sympathische Leute in einem sehr kleinen Büro. Wir quatschen etwas Smalltalk und dann diskutieren wir darüber wie Europäer und Afrikaner Dinge manchmal unterschiedlich betrachten, insbesondere auf Reisen in Uganda.
Ist schon interessant für beide Seiten! Zum Schluss muss natürlich noch ein Bild gemacht werden, logo!
Echt sympathisch, die Leute von Terrain Safaris!
Alle!



Oben: Im Büro von Terrain Safaris, von links Paul Kaggwa Kibirango, Sabine, ich und Edith.



Oben: Und vor dem Büro muss natürlich nochmals geknippst werden, hier von links ich, Edith, Sabine und Edward.

Irgendwann verabschieden wir uns und fahren weiter zum '2 Friends Beach Hotel' in Entebbe, wo wir um 16:00 ankommen.



Oben und unten: Impressionen von der Strecke von Kampala nach Entebbe



Nach einem Begrüssungsdrink wird uns die Lodge erklärt und das Zimmer gezeigt.
Aber leider so oberflächlich dass wir danach nicht wissen wie und vor allem wo wir das Licht im Bad anmachen sollen.
Der Dame die uns das Zimmer zeigt ist dies jedoch ebenfalls ein Rätsel, doch Paul findet heraus wo der Schalter versteckt ist.
Immer wieder erstaunlich wie schlecht teilweise die Angestellten ihren Arbeitsort kennen!



Oben: Unser Zimmer von der Balkontüre her gesehen.



Oben: Dasselbe von der anderen Seite...



Oben: Links gehts zur Nasszelle, in der Mitte nach Draussen und rechts in die Schränke...



Oben: Unsere Nasszelle, wo ich noch etliche Zeit auf dem Thron verbringen werde...



Oben: ...und unser Balkon mit Blick auf den Pool und die Bar.

Leider muss ich bemerken dass es meinem Duschgel und dem Shampoo im Budongo Forrest so gut gefallen hat dass sie dort geblieben sind...aber zum Glück bietet das Hotel eigenes Duschgel und Shampoo von brauchbarer Qualität an...
...nicht selbstverständlich!
Meist war ich bisher mit Seife besser dran, aber das hier ist ganz passabel.
Nach dem Duschen gehen wir runter in Richtung Lake Victoria, über eine Strassenkreuzung und in die Beach Bar des Hotels wo wir je ein 'Nile Special' als Begrüssungsdrink wählen und uns in den ersten Stock auf die kleine Terrasse begeben.
Herrlich hier, die Aussicht, der Wind, die kühlen rund 28°C sind doch etwas besser zu ertragen als Temperaturen über 40°C wie sie im Murchison Falls NP waren.



Oben: Schnappschuss der Aussicht auf den Lake Victoria...


Gruss

Picco

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#55

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 26.07.2018 17:56
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge



Oben: Auch wenn ich hier nicht sonderlich glücklich schaue gefällts mir hier sehr!!! Gerne wieder!

So gegen 18:00 setzen wir uns an einen der Tische und bestellen das Essen...
...was wir aber bekommen sind leider statt Tilapiafilet im Teig frittiert Millionen von Lakeflies...
...und da wir gern allein sind beim Essen ziehen wir uns noch bevor serviert wird ins Restaurant beim Hotel zurück, wo es nur wenige Lakeflies hat.
So besteht auch die Chance einige Happen ohne Insekten drin essen zu können...
...und was soll ich schreiben...
...es war die richtige Entscheidung, denn alles in unseren Tellern war echt tot!
Juhu!
Als Absacker gibts noch je einen doppelten Amarulla an der Bar, aber schon gegen 21:00 hüpfen wir ins Bett, gute Nacht!

Tag 9: Schuh oder Schnabel? Oder beides?

Erst mal ohne Schuh und ohne Schnabel um 06:00 aufstehen und aufs Klo, denn nachdem es gestern schon Sabine erwischt hat darf ich es jetzt ebenfalls durchfallen lassen...
Scheisse!
Um 06:40 gehen wir zum Frühstück, aber ich kann nur wenig essen und 'darf' nochmals auf den Thron um zu 'regieren'...
Immerhin gehts Sabine wieder gut!
Um 07:10 fahren wir ab.
Nach relativ kurzer Zeit auf asphaltierten Strassen erreichen wir eine unbefestigte Piste die uns in Richtung der Mabamba-Sümpfe bringt.



Oben: Irgendwo zwischen Entebbe und dem Mabamba-Sumpf: So eine Gegend hätt ich so nah an Entebbe und Kampala nicht erwartet...

Wir fahren um die 45km bis zum Start der Sumpf-Bootsfahrt, wofür wir etwa eine gefühlte Ewigkeit von 1,5 Stunden benötigen.
Dort angekommen stellt uns Paul mal den Chef vor und nach etwa 20 Minuten gehts dann auch los, ab ins Boot!



Oben: Unser Guide und ich vor dem Büro der Gemeinschaft.



Oben: Schön gepflegtes Schild der Gemeinschaft...



Oben: Der Hafen beziehungsweise die Ablegestelle...und wir sind die einzigen Touris hier!



Oben: Kein Schuhschnabel, nein, aber immerhin ein Hammerkopf oder Schattenvogel (Scopus umbretta bzw. Hamerkop).



Oben: Und dann gehts los, wir verlassen den 'sicheren' Hafen todesmutig mit dem Ziel den Schuhschnabel zu finden!



Oben: Los gehts!

Vorne der Chef, hinter uns Paul und zuhinterst der Mann am Gasgriff düsen wir los! Schon bald erinnert mich die Landschaft an das Okavango-Delta das ich im Herbst 2015 per Mokoro (Einbaum) besucht habe, wunderschön!
Rundherum blühen Blüten um die Wette, Gräser gräseln sich in die Luft und die Sonne spiegelt sich eitel im glasklaren Wasser...
Herrlich!
Hier ein Vogel, da ein Piepmatz, aber weder Schuh noch Schnabel!



Oben: Nicht Purple Rain aber Purple Heron! Auf deutsch gesagt: Purpurreiher (Ardea purpurea)



Oben: Senegalspornkuckuck obwohl der Senegal wirklich weit entfernt ist... (Centropus Senegalensis bzw Senegal Coucal)


Gruss

Picco

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zuletzt bearbeitet 26.07.2018 17:57 | nach oben springen

#56

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 27.07.2018 07:23
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge



Oben: Immer wieder schön in einem ehemals sicher mal Vertrauen erweckenden Boot durch afrikanische Sümpfe zu fahren...



Oben: Unschwer zu erkennen dass Enten auch in Afrika schnell mal wegfliegen...



Oben: Zwar wieder kein Schuhschnabel (Hats den hier überhaupt??? Immerhin sind wir schon 25 Minuten unterwegs!), dafür ein Langzehenkiebitz (Vanellus Crassirostris bzw. Long-Toed Lapwing).



Oben: Und so siehts für Paul aus...



Oben: Unser Chef besteigt nun den höchsten Punkt des Bootes, also erwartet er hier was...



Oben und unten: Wo man hinschaut hats Stern-Seerosen (Nymphaea nouchali), wunderschön!





Oben: Unser Chef wird immer konzenmtrierter, schaut und schaut und schaut während wir ohne Motor leise durch den Sumpf stochern...



Oben: Nochmals ein Langzehenkiebitz...und was ist das da???

Wir halten an! Und tatsächlich sehen meine entzückten Äuglein Schuh und Schnabel vereint rumstehen: Unser erster Schuhschnabel!
Und der Kerl ist auf der Jagd!
Das heisst aber dass er sich kaum bewegt, mal ein Blinzeln, mal eine minime Kopfbewegung...
...offenbar hat er schon was im Blick!



Oben: Da! Da!! Da!!!


Gruss

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#57

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 28.07.2018 08:50
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge



Oben: Der Schuhschnabel ist also nicht nur ein Gerücht wie das Ungeheuer von Loch Ness, nein...



Oben: ...er existiert wirklich!!!



Oben: Und er erinnert an Löwen, denn jede seiner wenigen Bewegungen muss dokumentiert werden! ;-)



Oben: Ich bin mir sicher ich wüsste was Amis hier dauern von sich geben würden...



Oben: ...nämlich 'Oh my God, oh my god'! Zum Glück sind wir auf diesem Boot alleine...

Die Kamera ist ewig lang im Anschlag, und genau so lang passiert nichts...
...irgendwann nehme ich die Kamera runter...
...er macht sofort einen Schritt und es hat Wum gemacht.



Oben: Den sich plätzlich senkenden Kopf hab ich noch so knapp erwischt!



Oben: Und schon taucht er wieder auf...

Der Kopf verschwindet im Gras um gleich darauf wieder mit einem länglichen Fisch, wohl ein Lungenfisch, im Schnabel wieder hervorzukommen!
Er schluckt dass man ihn auch für einen Schluckspecht halten könnte, aber ich bin mir sicher: Er ist ein Schuhschnabel!



Oben: Er schluckt wie ein Schluckspecht...



Oben: ...und grinst dabei beinahe schon sympatisch...



Oben: ...bevor er wieder beginnt dümmlich dreinschauend rumzuschauen...


Gruss

Picco

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#58

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 29.07.2018 06:43
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge



Oben: Noch etwas Wasser nachgiessen, dumm rumschauen und schon fliegt er davon!

Tschüss Du mein Erster!!!
Wir stochern noch etwas im Sumpf rum, sehen hier eine Seerose und da einen Kibitz, aber eigentlich sind wir ja wegen dem Schuhschnabel da und der hat uns einfach so wegfliegend verlassen, die untreue Tomate!



Oben: Hier eine Seerose...



Oben: ...da ein Kibitz...

Die Seerosen und Kibitze können uns aber nicht wirklich befriedigen...
...also widmen wir uns dem zweiten Schuhschnabel, der unweit von uns ebenfalls auf der Jagd ist, was ich als sehr Tourismusorientierte Tat ansehe!
Noch immer stehe ich im wackeligen Boot, dessen Wackeln wohl vom Wackeln meiner wackeligen Beine ausgeglichen wird.
Einige Fotos später senkt sich sein Kopf und taucht mit einem Fisch im Schnabel gleich wieder auf, schluckt, trinkt und fliegt weg!



Oben: Vom Körper sieht man nicht wirklich viel, es könnte also auch eine Handpuppe sein...



Oben: ...die sich aber erstaunlich realistisch bewegt!



Oben: Und sogar realistisch einen Lungenfisch frisst! :-O



Oben: Dabei stellts ihm die Hinterkopffedern lustig auf, was den Fisch jedoch eher nicht interessieren wird...



Oben: Noch ein letzter Blick nach rechts...



Oben: ...und einer nach links...



Oben: ...und schon fliegt auch er, uns fies im Stich lassend, davon! :-O


Gruss

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#59

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 30.07.2018 09:42
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge

Und da wir nicht so gern verlassen werden verlassen halt diesmal wir den Ort und fahren zum Auto zurück.
Einige Boote mit Touristen kommen uns entgegen, aber offenbar haben wir mit dem frühen Ankommen alles etwas richtiger gemacht als die später Ankommenden, denn unser Guide meint dass die nun lange suchen müssen um wieder einen zu finden.



Oben, unten und auch darunter: Seerosen...







Oben: Mit viel Gas gehts zurück...



Oben: ...nicht ohne anzuhalten sobald irgendwer was sieht, hier ein wegrennender Purpurreiher!



Oben: Obwohl der 'Hafen' schon ohne Fernglas zu sehen ist will unser Chef da durch schauen...



Oben: Kurz vor Erreichen des Hafens zeigt der Chef uns was er per Fernglas gefunden hat: Einen Haubenzwergfischer (Corythornis Cristatus bzw. Malachite Kingfisher)! Schön!



Oben: Das Werbeschild der Gemeinschaft...



Oben: ...und nochmals ein Blick zurück zum 'Hafen', von wo aus wir offensichtlich verfolgt werden! ;-)

Noch je den Tipp für Bootsführer und Guide abdrücken und uns bedanken sowie verabschieden, schon gehts wieder zurück zum 2 Friends Hotel.



Oben: Impressionen am Strassenrand zwischen den Sümpfen und Entebbe...


Gruss

Picco

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#60

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 31.07.2018 07:42
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge



Oben: ...impressionieren hier weiter...



Oben: ...und hören damit auch hier nicht auf...



Oben: ...sondern impressionieren weiter vor uns hin...



Oben: ...bis wir einen Schopfadler (Lophaetus occipitalis bzw. Long-Crested Eagle), den Hippie unter den Adlern, entdecken.



Oben: Nicht weit daneben finden wir noch diese Kehlsack- oder Grauwangennashornvögel (Bycanistes subcylindricus bzw. Black-and-White-Casqued Hornbill)...



Oben: ...und im selben Baum auch einige Meerkatzen.



Oben: Es geht durch Dörfer, vor bei an Stromkabeln...



Oben: ...auf denen schon mal ein Binden-Lärmvogel (Crinifer zonurus bzw. Eastern Grey Plantain-Eater) drauf balanciert.



Oben: Gegenverkehr hats auch, wenn auch wenig...und es tröpfelt mal kurz...



Oben: ...was die Motroradfahrer nicht davon abhält über die leicht feuchte Piste zu rutschen!


Gruss

Picco

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#61

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 01.08.2018 08:27
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge

Um 13:00 sind wir wieder dort und besprechen mit Paul noch den morgigen Tag, der eigentlich nur noch aus dem an den Flughafen fahren besteht...
...zumindest hier in Uganda.
Denn morgen gehts per Flieger von Entebbe über Kilimanjaro Airport nach Zanzibar!
Da Paul eine Stunde Weg hat um von Zuhause hierher zu kommen schlage ich vor dass nicht er sondern ein Shuttle des Hotels uns an den Flughafen bringt, so dass er wenigsten etwas seine Familie geniessen kann bevor er morgen Abend die nächsten Touristen am Flughafen abholt.
Aber er will selbst fahren, warum auch immer...
So verabschieden wir uns für heute und wir gehen ins Zimmer, denn die Gedärme halten nicht mehr lange was sie halten sollten...
...noch immer gehts mir eher nicht so toll...
...Sabine gehts dafür wieder gut, was doch schon mal erfreulich ist.
Kaum mit der Sitzung fertig klingelt das Hoteltelefon.
Die Rezeption sagt mir dass Paul mit mir sprechen will...und so geh ich halt zur Rezeption!
Er steht schon da und eröffnet mir dass er meinen Vorschlag doch nochmals überdacht hat und gerne die Lodge beauftragen würde uns zum Flughafen zu bringen...
...ob es uns was ausmachen würde...
Hahaha! Logisch nicht, es war ja mein Vorschlag! :-)
So verabschieden wir uns von Paul, natürlich nicht ohne ihm ein von Sabine selbst gebasteltes Couvert mit seinem Trinkgeld (10 Tage vollste Zufriedenheit = 250$) zuzustecken und ihn vorher noch auf einen Drink einzuladen.
Dabei macht er mir das Angebot als Partner bei Terrain Safaris einzusteigen, was mich etwas in Verlegenheit bringt, denn ich möchte mich nicht an anderen Firmen beteiligen...
...ob in Afrika oder Europa...
...zumindest hab ich vorher nie darüber nachgedacht!
So verabschieden wir uns zum letzten Mal voneinander...
...ich diesmal etwas überwältigt von dem Angebot!
Nachdem wir wieder mal alleine gelassen wurden bestellen wir uns Frühlingsrollen und Samosas zum Essen, danach wird in der Beachbar rumgelegen und danach wieder zum Hotel zurück gehüpft, wo Sabine sich eine Pedicure organisiert und ich mich mit grummelndem Bauch ins Bett lege.
Schlecht fühlt er sich ja schon an, mein Bauch...hoffentlich wirds bald besser!
Nach 40 Minuten dösen gehen wir die Lodge knipsen und wieder in die Strandbar um dort etwas faul rumzuliegen...Strandurlaub halt!



Oben: Vorne der (saubere) Pool und dahinter die Bar.



Oben: Das Haupthaus mit dem Restaurant (links).



Oben: 'Unser' Haus mit den Terrassen zum Pool hin.



Oben und unten: Die Strandbar





Oben: Ausblick aus dem überdachten Obergeschoss der Strandbar inklusive meiner Sandalen...

Bis kurz vor 19:00 Uhr funktioniert das Rumliegen auch ganz gut, aber um 19:00 sehnt sich die Toilette nach meinen Inhalten, was ich natürlich sofort beheben muss.
So um 20:15 versuchen wir es trotzdem mit Essen, aber wegen der vielen Lakeflies nicht in der Strandbar sondern diesmal von Anfang an im Restaurant.



Oben: Mein Versuch die vielen Lakeflies zu fotografieren gelang erst im Hauptteil der Lodge, wos gar nicht mehr viele hat!
Unten an der Strandbar warens viel mehr!!!


Zu mehr als einer Tomatensuppe reicht mein Vertrauen in meinen Bauch nicht, bei Sabine sinds einige Fishfingers mit Kartoffeln sowie Rotwein und Sparkling Water.
Um 21:50 aber ruft die Toilette, die offenbar nicht allein sein will, wieder nach mir...
...und der Balkon nach Sabine...
So ähnlich gehts auch durch die Nacht hindurch...
...nicht dass Sabine auf dem Balkon übernachtet hätte, nein, aber ich beinahe mehr auf der Toilette denn im Bett...
...trotzdem gute Nacht!

Tag 10: Entebbe - Kili Airport - Zanzibar

Jaja, richtig, ich grüsse Euch vom Klo aus...
...wo ich auch sitze während der Wecker Sabine aus dem Schlaf reisst...
...obwohl eigentlich nichts mehr in meinem Bauch sein kann...
In Windeseile packen wir unsere Koffer, Taschen und Rucksäcke zusammen und gehen um 08:15 zum Frühstück.
Danach heisst es Getränke bezahlen (13$) und die beim Packen im Rucksack gefundenen beiden Regenjacken, die uns Paul gestern zur Sicherheit geliehen hat, bei der Rezeption abgeben. Natürlich geb ichs Paul per Whatsapp durch damit er sie heute Abend auf dem Weg zum Flughafen (Du weisst, die neuen Safari-Kunden kommen heute Abend) abholen kann.
So, alles fertig und los gehts! Beinahe...denn unser Gefühl, dass die 13$ doch etwas wenig sind für all die Getränke der letzten 2 Tage hat uns nicht getäuscht. Rechnungen über 24$ sind noch irgendwo gefunden worden...dann passt das auch besser mit unseren Preisvorstellungen zusammen und wir bezahlen auch das nach kurzer Kontrolle.
Dann endlich verabschieden wir uns und steigen wir in den Wagen zum Airport Entebbe.
Nach wenigen Minuten sind wir da, geben dem Fahrer einen Dollar als Tipp und machen uns auf den recht mühsamen weil für den Gepäck-Trolley zu unebenen Weg zum Abfluggate im ersten Stockwerk. Erst natürlich durch eine Röntgen-Kontrolle und danach direkt zum Schalter von Precision Air. So ganz nebenbei sagt man uns dass man versucht hat uns zu erreichen, dies aber nicht gelungen ist...was mich an das verpasste Telefonat mit ugandischer Telefonnummer von vor einigen Tagen erinnert...dann war das Precision Air!
Oha!
Ich frage nach weshalb und erfahre dass unser Flug von Kili Airport nach Zanzibar verschoben wurde!
Scheisse!
Nun werde ich nervös, denn unser Hotel schickt jemanden um uns am Flughafen Zanzibar abzuholen!
Und natürlich auch wegen der Hotelbuchung und Grundsätzlich und überhaupt!
Ziemlich bestimmt erklär ich denen dass ich damit nicht einverstanden bin und bekomme ebenso bestimmt zu hören dass ich bitte die Kreditkarte, mit der die Tickets bezahlt wurden, herausrücken soll.
Es folgt ein hin und her, im Verlauf dessen einer der Mitarbeiter auch das Hotel googelt und anschliessend dort anruft um den Flughafentransfer verschieben zu lassen...
Und endlich erfahr ich worum es genau geht!
Wir müssen in Kilimanjaro Airport die Immigration machen, sprich die Pässe abstempeln lassen und die Visa bezahlen statt in Zanzibar...weil es schlicht keinen Transitbereich gibt im Kili Airport!
Und auch weil sie uns hier in Uganda den Boardingpass für den Flug von Kili Airport nach Zanzibar nicht ausdrucken können...
Wer Kili Airport kennt weiss dass 50 Minuten sehr ambitioniert sind für all das...erst recht wenn man dann für den nächsten Flug noch frühzeitig am Gate sein muss!
Durch die Umbuchung auf den nächsten Flug haben wir nun 120 statt 50 Minuten, was inklusive Immigration auch sportlich ist!
Aber Optimist wie ich bin glaub ich schon dass wir das schaffen werden... ;-)
Endlich kriegen wir unsere Unterlagen und die Boardingpässe zurück und erfreuen die Airline-Angestellten sogleich mit unserem Abgang in Richtung Zoll.
Wieder mal lassen wir alles checken, gehen durch die Schleusen und packen wieder alles zusammen was wir auspacken mussten.
Unsere darauffolgende Suche nach einer Gate-Info ist sehr erfolglos, so dass wir nur auf die in kaum verständlichem Ost-Afrika-Englisch aus krächzenden Lautsprechern brüllenden Reiseinfos verlassen müssen. Da mit Sabine ja auch eine Frau dabei ist gehen wir...
...logischerweise...
...shoppen!
Und danach was trinken, während dem ich über 'free wifi' auf Booking.com gehe und unserem Hotel 'Sahari Zanzibar' eine Mitteilung schreibe, da ich den Zusagen der afrikanischen Flughafenmitarbeiter nicht immer so hundertprozentig traue.
Nicht dass die unser Zimmer weitervermieten weil sie nichts von unserer Verspätung wissen...
Plötzlich, wir haben noch nicht mal ausgetrunken, ruft uns eine sichtlich nervöse Frau namentlich im Restaurant aus und bugsiert uns zum Gate!
Zumindest zum Eingang, wo noch eine kleine Menschenschlange wartet...so dass wir also unsere Getränke zurücklassen mussten um hierher zu rennen und nun hier zu warten...Afrika halt! ;-)
Wieder mal werden wir vom Sicherheitspersonal überprüft und für sicher genug befunden und schon gehen wir in den direkt vor uns liegenden Warteraum.
Direkt an den Sicherheitsleuten vorbei, von denen einer sogar noch etwas Platz macht damit wir mit dem Handgepäck gut durchkommen, nett!
Wir wundern uns zwar warum wir die einzigen hier im Raum sind, denken aber dass im anderen Raum halt Leute für einen anderen Flieger sind, immerhin hat man uns ja hier hineingewiesen!
Nicht viel denkend sehe ich plötzlich dass wir uns im Wartesaal zu Gate 2 befinden, wir aber zum Gate 1 müssen!
Na toll!
Also wieder raus und rüber zum Wartesaal für Gate 1!
Aber so was von Denkste!
Der Eingang ist nun plötzlich abgesperrt und die Sicherheitsleute, die uns hier reingeschickt haben wollen uns jetzt nicht mehr aus dem Saal raus lassen!
Toll!
Und schon beginnen die Diskussionen wie wir wohl hier in den (nun) abgesperrten Bereich reingelangt sind und warum wir das gemacht hätten und weshalb Sabine blonde Haare hätte und und und...
...Afrika wie es leibt und lebt!
Irgendwann dürfen wir unter bösen Blicken doch noch in den Warteraum des Gates 1 wechseln, halleluja!
Boarding ist um 11:25 Uhr, pünktlich um 11:20 Uhr hätten wir losfliegen müssen, was wohl etwas unmöglich sein wird...
Aber es geht zügig voran und schon bald starten wir in dieser lauten Turboprop-Maschine in den Himmel über Entebbe!
Kurz darauf befinden wir uns schon über dem Lake Victoria und überqueren praktischerweise gleich dort den Äquator.
Um 12:07 überfliegen wir die Küste von Tansania im Dreiländereck Kenya/Uganda/Tansania.
Bald schon wird aus der braunen Steppe unter mir eine grüne Steppe, ich nehme mal an dass diese wie mit dem Lineal gezogene Grenze die Grenze zur Serengeti ist...draussen von Kuhherden leergefressen und der Erosion preisgegeben, drinnen grünts so grün dass es eine Freude ist dahin zu schauen!
Trotz der dreckigen Fenster...was das Fotografieren massiv erschwert!
Bald sehen wir rechts das Ngorongoro-Hochland in der Ferne auftauchen, jetzt wirds interessanter und kommt dem was Sabine mir zu Weihnachten schenken wollte auch näher...denn das Weihnachtsgeschenk war ein Flug über die Serengeti!
Nur wars eher so gedacht wie sie es mal in einer Fernsehdokumentation gesehen hat, nur ist das für Touristen nicht erlaubt.
Und einen Heissluftballonflug habe ich abgelehnt, da dies dann doch zu teuer für ein Geburtstagsgeschenk ist. So hat sie mir halt diesen Flug von Entebbe nach Sansibar spendiert!
Tiere kann man von hier oben aus leider nicht sehen, aber immerhin die Landschaft und die Pisten die wir schon mehrmals durchwandert haben...die Erinnerungen kommen hoch und ich versuche durch die beiden von einer Doppelscheibe getrennten Dreckschichten durch zu fotografieren, was nur in Ausnamefällen gelingt.
Aber immerhin!
Während rechts der Empakai-Krater und sogar der Ngorongoro-Krater zu sehen sind tauchen links so langsam der Lake Natron und in der Ferne der Kilimanjaro aus dem Dunst. Den Ol Doinyo Lengai sehen wir leider nicht, da wir ihn genau überfliegen.



Oben: Links erscheint der Lake Natron...



Oben: ...rechts der Empakaai-Krater, wobei man gut die Strasse vom Krater runter zum Akazien-Camp und weiter nach Naiobi nahe des Ol Doinyo Lengai sieht.



Oben: Im Vordergrund ist der Empakaai-, im Hintergrund der Ngorongoro-Krater zu erkennen...


Gruss

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#62

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 02.08.2018 06:34
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge



Oben: Und hier sieht man vor allem den Ngorongoro (hinten) etwas besser...



Oben: Ich weiss, schlechtes Bild, aber links der Bildmitte steht das Kilimanjaro-Massiv und rechts ist der Mt. Meru zu erkennen.

Schon bald sinken wir, zum Glück langsam und in Richtung Kilimanjaro Airport.
Die Landung fühlt sich an als ob wir über einen hartgefrorenen Acker holpern würden, das Wort 'ruppig' ist für diese Landung eher unter- denn übertrieben...
Doch wie durch ein Wunder kracht die Maschine nicht auseinander!
Es ist 13:10 Uhr und wir zwei werden noch im Flieger namentlich ausgerufen!
Ups!
Hab ich wieder mal was angestellt???
Die Flugbegleiter weisen uns an uns unten an der Treppe an die dort stehende Dame zu wenden, die uns gleicht übers halbe Rollfeld zu einem auf uns zu gehenden Mann schickt.
Kaum sind wir bei ihm merken wir wieder mal dass wir in Afrika sein müssen, denn der hat keine Ahnung weshalb wir zu ihm geschickt wurden!
Na Toll!
Verwechselt haben wir ihn nicht, denn er ist der einzige Mann in der Richtung in die sie gezeigt hat...
Na ja, wir stehen dann mal hinten an die lange Menschenschlange vor dem Eingang zum Flughafengebäude an...
...lang deshalb weil kurz vor uns ein grosser Flieger gelandet ist und nun einige hundert Touristen ihre Gelbfieberimpfung mit dem internationalen Impfpass beweisen müssen...jeder Einzelne!
Ich merke schon dass wir mit der ursprünglichen Buchung keine Chance gehabt hätten den Folgeflieger zu erreichen, aber so langsam dämmert nicht der Morgen sondern meine Einsicht dass sogar der verschobene Flug zeitlich knapp werden könnte!
Denn so viele Menschen hab ich an diesem Airport noch nie gesehen!
Plötzlich sehe ich eine nervös wirkende kleine Dame die die Schlange abgeht und jemanden zu suchen scheint. Beim Näherkommen hör ich endlich ihre Stimme fragend 'Claudio, Sabine' rufen und natürlich melde ich mich sofort!
Der Dame ist der Stress ins Gesicht geschrieben, sie packt mich mit den Worten 'follow me' am Arm, ich packe Sabine am Arm und schon rennen wir Drei an der Schlange vorbei! Die Dame, nennen wir sie mal die 'Flughafen-Schleuserin', fragt uns im Rennen nach unseren Impfpässen, wir gebe sie ihr und schon drängt sie sich an den Touristen vorbei zum Beamten der die Impfpässe kontrolliert. 20 Sekunden später sind wir schon drin!
Ich gebe ihr die vorab ausgefüllten Immigrations-Formulare, sie befielt uns hastig hier zu warten und uns nicht von der Stelle zu rühren, rennt an der nächsten langen Schlange vorbei zum Immigrationsoffizier und ist nach wenigen Minuten zurück...
...mit der Nachricht dass wir die A5-Blätter, die ausliegen, ausfüllen sollen.
Genau dieselben Formulare, die wir ihr mitgegeben haben, nur etwas anderes Papier...na ja, Bürokratie gibts halt auch in Afrika!
Während ich noch vor mich hin staune schiebt sie mehrere Touristen zur Seite und schafft uns Platz an einem der Stehpulte, damit wir die Formulare neu ausfüllen können. Nervös wartet sie neben mir und kaum bin ich fertig reisst sie mir die
Formulare aus der Hand, rennt zum Visa-Schalter und ruft mich zu ihr, ich greif nach Sabines Arm und schon rennen wir wieder an einer Schlange vorbei zu unserer 'Flughafen-Schleuserin'!
Erst jetzt sehe ich dass unsere 'Flughafen-Schleuserin' eine Uniform von Precision Air trägt und ein 'Airport-Staff'-Schild sie ebenfalls als wichtige Person auszeichnet.
Das hält aber eine Hamburgerin nicht davon ab sie mit der Bemerkung 'You can wait' zur Seite zu schubsen...
Der Immigrationsoffizier schaut sie und uns mit grossen Augen und verwundertem Blick an und macht sich dann daran diese Dame zu bedienen...
Unsere Hetzerin sagt zu mir das wir hier warten und nach dieser resoluten Dame die Formulare dem Offizier zu übergeben, sie müsse kurz weg und wir sollen dann hier auf sie warten. Die Nervosität der 'Flughafen-Hetzerin' überträgt sich so langsam auf Sabine und mich, die Tatsache dass die Frau vor uns ewig rumdiskutiert und offenbar eine ganze Familie durchschleust hilft auch nicht alles gelassen zu sehen.
Währenddessen fülle ich Sabines Formular aus, denn sie hat ihre Lesebrille nicht dabei und sieht das Formular schlicht nicht.
So im Stehen ohne Pult zu schreiben ist gar nicht mal so einfach...
Endlich bin ich dran, der Beamte verlangt meinen Pass und gleichzeitig kommt von hinten DER Spruch aus der dämlichen Klappe eines Franzosen: 'Wai you dont go at di end of the lain, du yu sink that yu are änising späschäl?'!
Ich dreh mich um, mein Gesichtsausdruck oder vielleicht auch mein Blick reicht ihm um kein Wort mehr zu sagen, und erkläre ihm eher zischend denn sprechend, aber trotz Puls 180 erstaunlich ruhig die Situation...ein 'oge-oge' (sollte wohl 'OK, OK' bedeuten) kommt ganz zaghaft zurück bevor ich ihm wieder den Rücken zudrehe.
Was für ein Arsch!
Ich kann ja verstehen wenn man nicht will dass jemand vordrängelt, mag ich auch nicht. Aber wenn eine klar als Flughafenangestellte zu erkennende Frau (und er hat sie sich vorher lange angeschaut) sagt dass dies ein Notfall ist und wir
schnell durch müssen um den Flug noch zu erwischen dann akzeptier ich das und mach Platz...wie es jeder geistig normal entwickelte Mensch auch machen würde...
...aber der nicht...
Pua, erst mal abreagieren...
Ich gebe dem Beamten die 2x50$ für die beiden Visa und, da wir ja hier warten sollen, stelle mich wieder neben die Schlange.
Einige gehässige Blicke zwischen dem Franzosen und mir später reicht mir die Warterei und ich geh mit Sabine im Schlepptau zum Fingerprint-, Foto- und Stempelschalter, denn ich sag mir dass wir hier sowieso noch durch müssen!
Und es dauert und dauert! Der Franzose erwischt offensichtlich einen schnelleren Beamten als ich und überholt mich mit arrogantem Lächeln im Schneckentempo der Menschenschlange...
Hab ich schon erwähnt oder angedeutet dass er mir sehr unsympathisch ist?
Nach langem Warten kommt unsere 'Flughafen-Schleuserin' völlig ausser Atem und verschwitzt zu uns und ist froh dass wir schon hier sind.
Kaum ist auch Sabine durch greift sich die 'Flughafen-Schleuserin' wieder meinen Arm und rennt an den Sicherheitsschleusen vorbei, Sabine rennt hinterher, keiner der Sicherheitsleute macht mehr als uns erstaunt nachzuschauen...
...dabei wollen die doch sonst immer dass ich mein Handgepäck fein säuberlich auspacke!
Wir rennen aus dem Flughafengebäude raus und gleich durch eine andere Türe wieder rein, wo sie unsere Boardingpässe holt und uns zur letzten Sicherheitskontrolle bringt...die uns auch tatsächlich kontrollieren!
...wenn auch ohne alles auszupacken...
Währenddem erklärt uns unsere 'Flughafen-Schleuserin' dass unser Gepäck nach Nairobi durchgecheckt wird und wir uns nicht darum kümmern müssen...
...Nairobi???
Das hat sie doch bisher schon mehrmals gesagt und wir haben sie jeweils mit 'Not Nairobi, we are on the way to Zanzibar!'
berichtigt...wie auch dieses Mal!
Aber so langsam frag ich mich ob wir auf dieser Reise eventuell nochmals einige Tage 'aus dem Handgepäck leben' müssen oder ob es klappt...
Um 13:10 Uhr sind wir gelandet, jetzt ist es 13:55 Uhr und wir sind im Wartesaal vom Abfluggate 1 angekommen und können zusehen wie der ursprünglich gebuchte Flug startet...
Phu, zum Glück hat uns Precision-Air umgebucht und durch den Flughafen geschleust!
Das nennt man Service!
Ich bekomm nun ein schlechtes Gewissen weil ich die Precision-Air-Angestellten in Entebbe doch ziemlich gehässig behandelt habe...aber damals wusste ich es ja noch nicht besser...
Endlich setzen wir uns hin und realisieren dass um uns herum eine Gruppe sehr laute Menschen ist...nein, nicht Amerikaner, noch Lautere!
Ich schau bei einem über die Schulter in seinen Pass rein und schon ist mir klar warum die so laut sind...es sind Russen!
Deren Manieren hab ich ja schon einige Male in St.Moritz kennen lernen 'dürfen'...
Nicht umsonst sind sie dort nicht sonderlich beliebt!
Na ja, solange sie nicht in derselben Lodge sind wie wir...
...oder...
...sind sie etwa???
Bevor ich weiter darüber nachdenke ist es schon 14:30 und das Boarding beginnt!
Schon um 14:50 heben wir ab und düsen in einem ruhigen Flug, der nicht vom Lärm des Turboprop-Antriebes überdeckt wird weil die Russen noch lauter sind, in Richtung Zanzibar.
Endlich!
War das ein Gehetze!!!
Schon bald sehen wir die Insel und kurz darauf landen wir auch zielsicher auf der Landepiste des 'Abeid Amani Karume International Airport', auch 'Kisauni Airport' oder englisch 'Zanzibar Island Airport' genannt.
Wir steigen aus, gehen über das Rollfeld zum Flughafengebäude, füllen je ein Formular aus und schon gehts durch den Zoll.
Nun heissts aufs Gepäck warten und so stell ich mich mal ganz nah an die mit Vorhängen 'verschlossene' Gebäudeöffnung, durch die die Gepäckwagen gerollt werden, hin. Schon bald ist jeder Platz um diese Öffnung besetzt, da drängt sich doch einer der Russen an mir vorbei indem er versucht mich zur Seite zu schieben!
Klappt nicht worauf er sich halt irgendwie zwischen mir und dem Mann neben mir durchzwängt...und mit dem Gepäcktrolley über meine Füsse rollt...
Mein böser Blick lässt ihn erschrocken ein 'excuse me' flüstern bevor er sich genau vor mir breitbeinig hinstellt um auf den Koffer zu warten.
Depp! Ohne Johnny, nur Depp...
Endlich wird der erste Handwagen unter dem Vorhang durchgeschoben und Sabines Koffer wird als einer der Ersten abgeladen.
Sofort möcht ich den holen, aber da steht ja der Russe vor mir...ich tippe im auf die Schulter, er dreht sich um und der Mimik nach bemerkt er erst jetzt dass auch ich auf die Koffer warte...schlaues Kerlchen!
Immerhin macht er Platz und so kann ich Sabines Koffer zu ihr bringen. Kurz darauf erscheint auch meine Tasche und mir fällt ein Stein vom Herzen, diesmal hats auch mit dem Gepäck geklappt!
Jetzt sind wir also inklusive unseres Gepäcks in Sansibar angekommen, Judihui!
Wir verlassen das Flughafengebäude mitsamt unserem Gepäck und gehen die Masse an Fahrern durch, ob irgendjemand unsere Namen auf dem Schild stehen hat...nur finden wir keinen!
Also geht Sabine alleine los, mischt sich in die Menschenmenge und schon bald sehe ich sie nicht mehr...doch nach kurzer Zeit kommt sie mit einem Typen im Schlepptau zurück! Toll! Und noch toller ist dass er der Fahrer des 'Sahari Zanzibar Resort' ist!
Er nennt sich 'Michelangelo', aber ich bin mir sicher dass er weder Buonarroti zum Nachnamen heisst noch die Sixtinische Kapelle ausgepinselt hat...
Also das Gepäck, das Handgepäck und last but not least auch uns in den Wagen und los gehts!
Leider weiss Michelangelo nichts davon dass er uns an einen Geldautomaten (ATM) für eine Visa-Karte bringen soll (da es ausserhalb Stonetowns auf ganz Sansibar keine ATM's gibt) obwohl ich das mit der Lodge so abgesprochen habe. Und deshalb
müssen wir nun einen kleinen Umweg fahren, da der am besten gelegene Geldautomat direkt am Flughafen gewesen wäre...
Aber wir haben Glück und der erste angefahrene ATM spuckt die auf Sansibar pro Tag maximal erhältlichen 400'000 Tansanianischen Shillingi, also etwa sFR.175.-, aus! Als zusätzliche Kosten werden mir vom ATM-Betreiber 15'000TSh von der
Karte abgezogen, was am ATM aber klar ersichtlich ist und bestätigt werden muss.
Wir fahren weiter und nach etwa einer Stunde erreichen wir den Jozani Chwaka Bay National Park und halten bei einigen Affen, die leider nicht die nur dort vorkommenden Sansibar-Stummelaffen (Zanzibar red colobus oder Piliocolobus kirkii) sondern Weisskehlmeerkatzen (Sykes' monkey oder Cercopithecus albogularis) sind.
Für Fotos reichts aber nicht, da sie zu schnell wieder verschwinden...
Weiter gehts und kurz nach 18:00 Uhr erreichen wir die Lodge!
An der Rezeption werden wir vom Lodge-Manager Suleyman empfangen, nachdem er einige andere Gäste die zahlen wollen abgefertigt hat. Sabine bekommt dabei schon mal den Zimmerschlüssel, da sie dringend aufs Klo muss. Kaum ist sie zurück kommen wir dran! Suleyman erklärt uns die komplette Lodge und erstaunt mich mit Aussagen wie dass wir ein DeLuxe-Doppelzimmer mit Meerblick gebucht hätten, eben den von Sabine schon benutzten Raum 8...
...aber das mit dem Meerblick seit die Palmen gewachsen sind halt nicht mehr so wirklich ein Meerblick wäre...
Hallo???
Wachsen hier Palmen innert Sekunden oder was?
Hmmm....
Auch die Raumbezeichnung hab ich anders in Erinnerung, eher 'Premium Doppelzimmer' oder so, aber bevor ich schon zu meckern beginne will ich das Zimmer sehen und in Ruhe auf Booking.com nachlesen was ich gebucht habe.
Und er hat ja auf der Buchungsbestätigung nachgeschaut, also kann ja auch sein dass ich mich irre...
...also lassen wir uns mal aufs Zimmer bringen!
Zuvor will Suleyman aber dass wir bezahlen!
Und das mit 5% Kreditkartenzuschlag auf den Booking.com-Preis!!!
Ohne dass davon irgendwas vermerkt war!
Da meine Prepaid-Karte aber das zuvor für Tansania festgelegte tägliche Limit von sFr.750.- schon angebraucht hat und die Kosten hier 657,90$ wären funktioniert es natürlich nicht!
Ist auch nicht so dass ich die Lodge voraus bezahlen will...
Also gehen wir halt unbezahlter Dinge in Richtung Zimmer!
Und auch hier kommt mir etwas spanisch vor...nur weiss ich noch nicht so ganz was...
Auf jeden Fall wirkt es relativ klein, so ganz anders als auf Booking.com...



Oben: Als Erstes das Klo, rechts ist der Durchgang zur Dusche noch knapp zu erkennen.



Oben: Das Zimmer vom Eingang her...



Oben: ...und von der Balkontüre her betrachtet.



Oben: Der sehr kleine Balkon und die 'Seesicht' sowie die offensichtlich innert Sekunden wachsenden Palmen...

Wir gehen wieder runter zur Rezeption, aber Suleyman ist nicht vorhanden...
...also treibt uns das Knurren in unserer Magengegend ins Restaurant am Strand.
Der Kellner, nennen wir ihn mal 'Kellner 1', gut gekleidet aber mit einem kaum verständlichen Englisch, bringt die Speisekarten und nimmt die Bestellung je eines Aperol Spritz auf.
Eine Minute später steht er wieder da und will die Essensbestellung aufnehmen worauf ich ihm erkläre dass wir schon etwas Zeit benötigen um in dem fahlen Licht die Karte durchzulesen...
...trotzdem steht er etwa 30 Sekunden später wieder da und hetzt uns das Essen zu bestellen! Mein Ton wird etwas deutlicher, die Aussage bleibt, das Ganze aber noch immer freundlich.
Trotzdem vergehen wieder nur wenige Sekunden bis er wieder hetzt!
Und nun erklär ich ihm in klar wahrnehmbar gereiztem Ton dass er erst wieder kommen soll wenn wir beide die Karte auf den Tisch gelegt haben und nicht solange wir lesen!
Endlich legen wir die Karten hin und schon kommt er daher, hat offenbar gewirkt!
Sabine bestellt ein Curry und ich als Vorspeise einen Meeresfrüchtesalat und als Hauptspeise den 'Catch of the day', also irgendeinen mir unbekannten Fisch, eventuell auch mehrere davon...
Kellner 1 fragt ob ich beides haben will und ich schaue ihn einige Augenblicke mit grossen Augen fragend an und sage natürlich 'Yes, the Seafood-Salad and the Catch of the day, please'...
Dann geht er, bringt die Bestellung in die Küche, kommt wieder zurück und stellt die Tafel mit den Tagesgerichten, die nicht auf der Karte sind, so neben unseren Tisch hin dass nur wir sie lesen können!
Und dann sagt er auch noch dass man das auch hätte bestellen können, wir aber schon bestellt haben!
GRMPFL!!!
Und nach einiger Zeit (recht viel davon, nämlich 30 Minuten), in der wir das Meeresrauschen und den frischen Wind geniessen, kommt auch 'schon' je ein Aperol Spritz!
Weitere 45 Minuten und zwei Stromausfälle später kommt endlich das Essen!
Und zwar alles miteinander!
Na toll!
Ich frag dem Kellner 1 weshalb er beides zusammen bringt, da so ja die Hauptspeise kalt werden würde worauf er behauptet ich hätte gesagt dass er beides zusammen bringen soll!
So ein Quatsch!
Und das sag ich ihm auch, aber er behauptet weiter dass ich das gesagt haben soll!
Bevor nun das Essen noch weiter abkühlt beende ich das Gespräch und esse halt...denn das Gespräch ist offenbar sinnlos!
Aber immerhin schaffen wir es ihm zu erklären dass wir gerne zwei Gläser Rotwein hätten...und der Rotwein kommt sogar in brauchbarer Zeit an den Tisch!
Er ist nicht der Hammer...
Das Essen wäre wohl gut gewesen wenn es nicht kalt gewesen wäre!
So war es beim besten Willen kein Genuss und nebst der fehlenden Temperatur hat mich auch der sehr starke Rauch-Geschmack gestört...
Mein Eindruck dieser Lodge war nach den paradiesischen Bildern auf der Homepage und im Booking.com sehr gut, nach unserem Eintreffen aber sehr schnell ganz viel schlechter...
Na ja, zum Abschluss genehmigen wir uns noch je einen doppelten Amarulla und beenden diesen etwas nervigen Tag schon kurz darauf indem wir im Bett einschlafen, gute Nacht!

Tag 11: Wo ist der Manager???

Phu, warm war die Nacht trotz Klimaanlage!!!
Nicht so warm wie in der Pakuba-Lodge, aber ebenfalls sehr warm...
Bevor wir um 09:00 Frühstücken gehen stehen wir auf, duschen, machen uns zurecht und ziehen uns an, nicht zwingend in dieser Reihenfolge.
Wir entern das Restaurant und sehen schon dass unser 'lieber' und 'kompetenter' Kellner 1 wieder in Diensten steht...was unsere Erwartungen an einen reibungslosen Ablauf des Frühstücks doch massiv sinken lässt...
Das Frühstück dürfen wir aus einer aufgezählten Auswahl bestellen und es kommt auch recht schnell.
Ganz gut ist es auch noch, selbst der Cappuccino!
Kein Wunder, sind doch Italiener die Eigner!
Aber die Menge der Brote ist etwas gering bemessen, was Sabine den Versuch starten lässt Brot nachzubestellen.
Ui!
Was darauf folgt ist ein Vortrag weshalb man nur einmal bestellen kann und warum man sich doch bitte von Anfang an überlegen soll was man genau möchte!
Oha!
Bevor ich eingreife sagt er dann dass er heute als Ausname noch zwei Brötchen bringt, in Zukunft jedoch bitte alles von Anfang an bestellt werden soll!
OK, dann bestellen wir halt zukünftig sicher mehr als wir essen möchten, so einfach ist das...
Etwas angesäuert hol ich mir an der Rezeption die Internet-Daten und surfe dann im Zimmer im Booking.com sowie auf der HP der Lodge um meinen Verdacht, im falschen Zimmer zu sein, zu bestätigen oder zu widerlegen und knippse etwas rum.



Oben: Der Pool von der gemeinsamen Terrasse her gesehen, dahinter das Restaurant und hinter dem der Strand und das Meer...
...und hinter dem Meer dann irgendwann Australien oder Malaysia...




Oben: Der Rezeptions- und Schlaftrakt mit der gemeinsamen Terrasse



Oben: Sicht aufs Meer...da, hinter den Palmen links am Restaurant vorbei sieht man es tatsächlich!



Oben: Immerhin ist das Bett schön gemacht!


Gruss

Picco

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#63

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 03.08.2018 04:39
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge



Oben: Auf der Homepage steht bei unserem Zimmer (Zitat)'and a balcony overlooking the ocean' (Zitat Ende)...
...mit Zoom (84mm KB-Aequivalent in diesem Fall) findet man auch etwas Ocean in der Aussicht...


Und tatsächlich hat die Lodge 4 DeLuxe-Doppelzimmer und zwei Premium-Doppelzimmer im Obergeschoss.
Dass Raum 8 zu den Premium-Doppelzimmern gehört kann aber aufgrund der Architektur schon nicht stimmen, denn es gibt nur zwei Zimmer die einen anderen Grundriss haben KÖNNTEN, und Nummer 8 gehört nicht dazu!
Kann aber sogar sein dass diese zwei Zimmer denselben Grundriss haben wie unseres, ich seh ja nur die Aussenmauern...
Und Meersicht haben wir ja auch nicht wirklich...
Da der Manager wieder mal nicht zu finden ist gehen wir am Strand spazieren, denn schön ists hier definitiv!
Und uns den Resturlaub verderben lassen wollen wir auch nicht!



Oben: Bis zum grünen Streifen der Lodge-Eigene Strand mit den bequemen, wenn auch kurzen Liegen, danach der öffentliche Strand.



Oben: Blick nach Norden...



Oben: ...Blick zur Lodge...



Oben: ...und Blick nach Süden....



Oben: ...und Blick in Richtung Indien... ;-)
Schön ists hier! :-D


Obwohl es hier nur wenige Beachboys hat werden wir von einem angesprochen...logisch, denn wir sind weit und breit die einzigen Touristen an diesem Traumstrand...
Er gibt uns nicht nur seine Infos sondern auch seine Telefonnummer und ein Blatt Papier mit den diversen Angeboten inklusive der Preise! (Delfin-Tour 90$, Blue-Safari-Tour 120$, Schnorchel-Tour 60$, Prison-Island-Tour 120$ sowie die Spice- and Stone Town-Tour für 100$, alles inklusive Transport und Mahlzeiten ausser Delfin- und Schnorcheln als Ganztages-Tour, Tel +255 77 77 85 159)
Wau!
Sehr professionell, und logischerweise günstiger als das was ich in der Lodge gesehen habe.
Natürlich nennt er uns ganz sicher seinen richtigen Namen: Ali Baba...
Von den 40 Räubern sehe ich aber nirgends was (ich vermute Sindbad der Seefahrer hatte nicht genug Platz in seiner Gondel) und so quatschen wir noch ein Weilchen mit ihm, zumal er sehr anständig und freundlich und nicht im Geringsten aufdringlich ist.
Wir kehren wieder in die Lodge zurück, auch um die Angebote zu vergleichen, und sprechen die Frau an der Rezeption betreffend der falschen Zimmerkategorie und der 5% Aufschlag an.
Natürlich verweist sie uns an den Manager welcher nicht hier wäre und den sie selbst schon seit gestern nicht mehr gesehen haben will.
Na ja...
So legen wir uns an den schönen und angenehm kühlen Pool.
Während ich so döse soll der Manager an uns vorbeigegangen sein und alle ausser uns gegrüsst haben...
...erfahr ich nach dem Erwachen...
...na toll, Kerlchen, so langsam werde ich wütend!
Denn offenbar weicht er uns bewusst aus!
Also nochmals zur Rezeption wo ich damit abgespiesen werde dass der Manager nicht in der Lodge sein soll...
Na ja, dann organisiere ich halt für morgen die Spice- und Stonetowntour bei Ali Baba per SMS und, da es schon wieder Abend ist gehen wir schon bald ins Lodge-Eigene Restaurant essen.
So als letzte Chance, denn so schlecht kann es bei den Bewertungen doch gar nicht sein...



Oben: Unsere Vorspeisen...von der Hauptspeise gibts keinen Foodporn...

Diesmal erhalten wir erst die Vorspeise und danach erst die Hauptspeise, dazu genehmigen wir uns je ein Glas Rotwein 'Savanna irgendwas'.
Und dieser ist gut genug dass wir gleich eine Flasche ordern!
Schön ists hier ja schon...
...der Wind, das Meeresrauschen, wie Temperatur, die Liegen am Strand unter Palmen...
Wir geniessen, aber in mir drin kocht was...und das sind keine Spaghetti!!!
...Sabine hab ich noch nicht alles erzählt was ich herausgefunden habe um ihr den Urlaub nicht zu verderben, aber offenbar kann ich mich einfach nicht verstellen...wenn mir etwas nicht passt muss es raus!
Nachdem sie mich auf meine schlechte Laune angesprochen hat erzähl ich ihr alles, was dann ihre Laune auch nach unten drückt...
Trotzdem gehen wir so gegen 22:30 ins Bett und schlafen dank kühler eingestellter Klimaanlage besser als letzte Nacht!
Gute Nacht!

Tag 12: Feilschen, feilschen, feilschen…

Durch den Drang die Sache zu klären bin ich schon früh wach, Sabine schläft noch während ich nochmals alle Infos in Erinnerung rufe.
So gegen 08:00 stehen wir auf und gegen 08:30 geh ich runter zur Rezeption.
Und wen treffe ich da?
Ja, den Manager Suleyman wie er leibt und lebt!
Sein Lächeln wirkt gequält und verschwindet bald ganz aus seinem Gesicht während ich ihm erkläre weshalb unser Zimmer nicht das sein kann was wir gebucht haben.
Währenddem kommt Sabine dazu und hört auch wie er versucht uns davon zu überzeugen dass wir doch im richtigen Zimmer sind, dass lediglich das Vorhandensein einer Minibar und Gratiswasser auf dem Zimmer den Unterschied zwischen den zwei Zimmern ausmachen würde...
...und das hätten wir doch im Zimmer, oder etwa nicht?
Sein Lächeln kommt zurück und wirkt siegessicher, doch es verschwindet sehr schnell wieder, denn ich erzähle ihm was auf Booking.com und auf der Homepage steht...
Und dann kommt ein Satz aus Suleymans Mund der Sabine und mich echt staunen lässt: 'You must be very intelligent to realise the differences between the two rooms, most of the people dont realise that there is no difference between the Deluxe- and the Premium-Room, just the price'...
Wau!
Starker Toback!!!
Werden also bewusst Leute verarscht?
Das wäre ja unglaublich!!!
Er erklärt weiter dass er gestern nicht da war weil seine Tochter im Spital gewesen wäre und versucht damit auf unser Mitleid zu bauen, was irgendwie nicht so ganz klappt...
Weiter erklärt er dass die Mutter der Lebensgefährtin des Besitzers Krebs diagnostiziert bekommen habe und deshalb auf einen vielleicht letzten Besuch hier in unser Zimmer einquartiert wurde.
Aha!
Hab ich es doch gewusst!
Er versucht uns mit einer kleinen Ermässigung und dem Wegfall der 5% abzuspeisen, da erklär ich ihm dass erst vor kurzem ein Deluxe-Zimmer für 200$ weniger (bei 5 Nächten) über Booking.com verkauft habe als das Premium-Zimmer kostet, worauf er mich entgeistert ansieht und sagt dass wir uns doch bitte überlegen sollen wie wir aus diesem Schlamassel raus kommen.
Päng!
Jetzt hat er wohl eingelenkt!
OK, ich sage ihm zu dass ich mir Gedanken mache und ihn kontaktieren werde und dann gehen Sabine und ich endlich zum Frühstück.
Logischerweise bestellen wir bei unserem Kellner 1 mehr als wir eigentlich wollen, viel zu viel, aber wir dürfen ja nicht nachbestellen... ;-)
Aber das schützt mich nicht davor etwas anderes zu bekommen als ich bestellt habe...die Diskussion läuft dann wieder in die Richtung 'Sie haben das so bestellt' 'Nein, ich habe dieses und jenes bestellt' usw...irgendwann lässt er sich darauf ein
dass ich die nicht gelieferten Pancakes mit Honig doch noch nachbestellen kann, den Honig hab ich aber auch dann erst nach mehrmaligem und zuletzt doch recht lautem und aggressivem Befehlston erhalten...
Mühsam!!!
Aber es geht mir echt schon ums Prinzip...
Dank Galgenhumor nicht schon wieder angesäuert gehen wir ins Zimmer und besprechen was wir wollen, danach geh ich zu Suleyman und bitte ihn zum Gespräch.
Wir setzen uns im Restaurant in eine Ecke, in meinem Sichtfeld die Frau die ich für die Mutter der Lebensgefärtin des Besitzers halte...
...und ihre Blicke sagen mir dass sie genau weiss weshalb Suleyman hier mit mir sitzt.
Ich schlage Suleyman vor den Preis um die 200$ zu senken, die 5% zu vergessen, die Fahrt vom Flughafen und die noch folgende Fahrt zum Flughafen (Je 55$) sowie für heute Nachmittag eine Hin- und Rückfahrt nach Stone Town zu übernehmen.
Seine Augen kullern dabei beinahe aus den dafür vorgesehenen Höhlen.
Natürlich versucht er zu handeln, merkt aber bald dass ich mit mir kaum handeln lasse.
Spätestens bei meiner Bemerkung dass Booking.com sicher eine Bewertung einfordern wird knickt er ein.
Unter der Voraussetzung dass ich ihm verspreche bei Booking.com eine gute Bewertung zu schreiben würde er versuchen den Besitzer davon zu überzeugen auf meine Forderungen einzugehen.
Worauf ich ihn darauf hinweise dass ich definitiv nicht lügen werde!
Darauf hin schlägt er mir vor auf Booking keine Bewertung zu schreiben, dafür würde er die 5% vergessen, die 200$ runter, beide Flughafentransfers übernehmen und uns die Stone Town-Transfers für heute 12:00 zum Selbstkostenpreis von 35$
organisieren und den Fahrer uns um 21:00 vor dem Mercury's in Stone Town wieder abholen lassen.
Womit ich mich einverstanden erklären kann, denn Ali Baba hat sich noch nicht gemeldet und meine Hoffnung dass wir heute Nachmittag noch die Spice- und Stonetowntour mit Ali Baba machen sind somit auch beendet.
Danach geht er kurz zum Besitzer rüber, einem Italiener namens Riccardo, etwas jünger als ich, und nach kurzer Unterredung kommt Suleyman zu mir zurück und sagt dass der Deal steht!
OK, also zurück ins Zimmer zu Sabine. Nachdem ich nun weiss wer der Besitzer ist ist mir auch klar weshalb die uns nie gegrüsst haben, alle anderen aber schon...
...na ja...
Um 12:00 gehen wir runter zur Rezeption und irgendwie wider Erwarten steht tatsächlich das Taxi für uns da! Also rein mit uns und ab nach Stone Town!
50 Minuten später spuckt uns das Taxi freundlich wieder aus und schon stehen wir vor dem Mercurys in Stone Town!
Da gehen wir als begeisterte Queen-Hörer bzw. Fan seit der frühen Pubertät (im 1986 war ich sogar mal an einem Queen-Konzert in Zürich) natürlich rein und geniessen erst mal was Kühles zu trinken.



Oben: Tatataaaaaaa!!!! Wir sind da! Ab ins berühmte 'Mercury's Zanzibar', das aber eigentlich nichts mit Freddie zu tun hat...



Oben: Und so siehts drinnen aus. Da es direkt am Strand und nahe dem Hafen liegt hat man immer was zu beobachten...
...nein, keine Badenixen sondern Schiffe und spielende Kinder! ;-)


Anschliessend gehen wir zum House of Wonders, vor dem unter einem kleinen Baum im 2016 einige Guides auf Kundschaft gewartet haben.
Doch heute schlendern wir dort durch und sehen keinen...
Doch plötzlich werden wir von einem angesprochen, der sich auch als offiziell zugelassener Guide ausweisen kann (soweit ich das überhaupt beurteilen kann).
Er nennt sich Hasan.
15$ soll uns die Tour kosten, für beide zusammen.
OK, da schlagen wir ein und schon gehts los!
So schlendern wir zum Brunnen der Forodhani Gardens, wo wir noch so einiges erklärt bekommen während wir in der prallen Sonne rumstehen.



Oben: Der Brunnen der Forodhani Gardens, wo jeweils Abends das Food-Festival ist...


Gruss

Picco

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#64

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 04.08.2018 09:32
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge

Anschliessend gehts zum nebenan gelangweilt rumstehenden Beit al Ajaib oder House of Wonders, wo drei Jugendliche sehr an Sabines Handtasche interessiert zu sein scheinen und uns von hinten unnötig nah zu kommen versuchen...
...aber es reicht dass ich mich kurz umdrehe und danach klar zu verstehen gebe dass ich die Drei beobachte. Ich weiss zwar nicht ob sie wirklich kriminelle Hintergedanken hatten, es sah aber schon so aus.
Aber jetzt lassen sie uns in Ruhe.
Gut so.



Oben: Das Tor des Beit al Ajaib beziehungsweise des House of Wonders.



Oben: ...und die weniger schöne Ansicht des bereits eingestürzten Teils dieses Hauses...

Nach den Erklärungen gehts weiter ins alte Ford (Old Fort bzw. Arab Fort oder in Swahili Ngome Kongwe), das erste Steingebäude an Stelle des heutigen Stone Town, von den Portugiesen 1699 hier erbaut.
Offenbar ist das Musikfestival 'Sauti za Busara' gestern beendet worden, denn die Tribünen und die Bühnen werden abgebaut.
Schade dass wir das verpasst haben...
Nicht verpasst haben wir jedoch die Bilderausstellung in einem der Türme des Forts und wir können bestätigen dass einige sehr schöne Bilder da zu kaufen gewesen wären, wenn wir denn Bilder hätten kaufen wollen.
Wollen wir aber nicht...



Oben: Ein Turm des alten Forts von aussen...



Oben: Die Abbrucharbeiten des 'Sauti za Busara'-Festivals im alten Fort



Oben: Eines der Gemälde im Turm drin, natürlich zu verkaufen...

Weiter gehts zum Mercury House, dem Haus das dem Vater von Freddie Mercury gehörte und in dem Klein-Freddie wohl aufgewachsen ist.



Oben: Auf dem Weg vom alten Fort zum Mercury House kommen wir auch hier vorbei...



Oben: Und dieses Haus hat dem Vater von Klein-Freddie gehört, hier ist er wohl als Kind rumgerannt...

Von dort gehen wir an Tipu Tip's Grab vorbei zu seinem Haus.
Wer Tipu Tip ist dürfte Wikipedia ausreichend erklären, auf jeden Fall würde ich ihn nicht als sonderlich netten und einfühlsamen Zeitgenossen beschreiben...



Oben: Tipu Tip's Grab...mitten in der Altstadt!



Oben: Die Eingangstüre zu Tipu Tip's Haus...



Oben: ...und die Gedenktafel an diesen grössten Sklavenhändler Sansibars!


Gruss

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#65

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 05.08.2018 09:28
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge

Nun gehts zum Africa House, das heute ein Hotel ist.
Wie letztes Mal schon gehen wir ins heutige Hotel rein und auf die Terrasse während uns Hasan so dies und das zu erzählen weiss.



Oben: Das ist das berühmte 'Africa House' in Stonetown! Innen schöner als aussen... ;-)
Wer mehr Bilder und Infos zu Stone Town möchte kann auch gerne in meinem Reisebericht 'DR Congo-Ruanda-Tansania-Zanzibar' von 08/2016 lesen...




Oben: Decke des Treppenhauses im 'Africa House', das heute ein Hotel ist.

Weiter gehts durch das Dhow Palace Hotel, in dem uns auch eine ursprüngliche Mauer gezeigt wird und dann ab in Richtung St. Joseph Cathedral, einer katholischen Kirche im zu 99% muslimischen Zanzibar, von wo aus wir zum Jaws Corner schlendern.



Oben: Unweit neben dem 'Africa House' befindet sich das 'Dhow Palace Hotel'...



Oben: ...in dem man noch Reste der für Stonetown üblichen Korallenmauern unverputzt sehen kann.



Oben: Aber nicht nur Korallenmauern gibts da zu sehen...



Oben: Der Hinterausgang des Hotels mit seinen reichen Schnitzungen am Türrahmen...



Oben: ...und die Residence 541, von der ich keine Ahnung habe was das genau sein soll...aber schön ists!



Oben: Eine weitere der fantastischen Türen Stonetowns!



Oben: Blick durch die Gassen zur St. Joseph Cathedral, deren einen Turm man in Hintergrund schon sieht.



Oben: Und hier die katholische Kathedrale von vorne, für Fotos fieserweise mit Sonne in der Mitte...


Gruss

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#66

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 06.08.2018 07:01
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge



Oben: 'Jaws Corner' mit dem Telefon am Mast...es heisst wer da raufklettern kann dürfe gratis telefonieren...
Obs stimmt hab ich nicht ausprobiert... ;-)


Dort werden wir von einem Händler angequatscht, der uns dann in seinen Laden einlädt. Kaufen tun wir zwar nichts, aber es stellt sich heraus dass er lange Jahre in der Schweiz gelebt hat! Und zwar im Tessin! Aber aufs Alter hin hats ihn dann doch zurück nach Stone Town gezogen, wo er sich jetzt über diese und jene Unzulänglichkeit und auch über die medizinische Versorgung ärgert.
Interessanter Kerl!
Auf dem Weg zur Anglikanischen Kirche und den Sklavenkammern ergibt sich noch ein Bild das als Sinnbild fürs recht friedliche Nebeneinander von Islam und Christentum stehen könnte.



Oben: Turm einer britisch-protestantischen Kirche und Minaret einer Moschee einträchtig und friedlich nebeneinander...
...auf Sansibar offenbar möglich!




Oben: Auf dem Weg zu den Sklavenkammern...

Anschliessend geben wir uns erst die Sklavenkammern und danach die Ausstellung mit vielen Fotos.
Diese dunkle Zeit der Sklaverei so nah zu sehen und sich damit zu befassen (wir lassen uns einiges an Zeit) ist schon sehr bedrückend, aber auch interessant! Sei es die Geschichte vom 8 Jährigen Jungen der mit einem schweren, riesigen Balken, an den er gefesselt war, flüchtete und danach Jahrelang so lebte bevor ihn jemand von den Fesseln befreite.
Oder seien es die Geschichten der Menschen die im Inneren Afrikas gefangen wurden, die lange Reise an die Küste als Träger eingesetzt wurden, an der Küste in ein Schiff verfrachtet und in Stonetown direkt vom Schiff in die Sklavenkammern geschleust wurden um dort drei Tage ohne Essen und Trinken zu sein. Nur um sicherzustellen dass nur die Stärksten überleben werden damit man sie als Sklaven verkaufen kann.
Unmenschlich ist noch nicht mal der Vorname!!!



Oben: Ein Teil der Sklavenkammer für Frauen und Kinder...kaum hoch genug um sitzen zu können...
Mehr Bilder und Infos in meinem Reisebericht'DR Congo-Ruanda-Tansania-Zanzibar' von 08/2016...




Oben: Ein Bild aus der Sklavenzeit mit einem dieser bedauernswerten Menschen...Eine Schnur durch die Nase gezogen wie bei einem Stier, die Hand gefesselt, am Hals fixiert...unmenschlich ist noch nicht mal der Vorname!!!



Oben: Der grösste Sklavenhändler Sansibars: Tip(p)u Tip...mit vollem Namen 'Hamed bin Juma bin Rajab bin Mohammed bin Said el-Murjebi'...



Oben: Alte Karte von Stonetown, damals noch mit der Lagune die in den Sklavenkellern bei Flut die Fäkalien ausschwemmte und durch die die Sklaventransportschiffe direkt zu den Eingängen unterirdischer Gänge zu den Sklavenkellern fahren und ihre 'Fracht' löschen konnten.



Oben: Links das Telegramm mit dem London mitgeteilt wurde dass der Sultan 'Barghash bin Said Al-Busaid' (oder auch 'Sayyid Barghasch ibn Said Al Bu-Said', Bild rechts), zweiter Sultan von Sansibar, der Abkehr von der Sklaverei zugestimmt hat.



Oben: Ein Foto eines sansibarischen Sklavenhändlers...



Oben: Clara Sornas' Sklaverei-Denkmal in Stonetown...
Ein 1998 aufgestelltes Denkmal erinnert an die Gräueltaten in der Zeit der Sklaverei. Geschaffen hat dieses erschütternde Werk die schwedische Bildhauerin Clara Sornas gemeinsam mit Studenten des Bagamoyo College of Arts.


Gruss

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#67

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 07.08.2018 07:27
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge



Oben: Die anglikanische Kirche, deren Altar genau an der Stelle steht wo davor die Sklaven ausgepeitscht wurden.



Oben: Die anglikanische Kirche von Stone Town von innen...



Oben: ...und hier das Grab von Edward Steere, dem dritten anglikanischen Bischof von Sansibar, der diese Kirche erbauen liess.



Oben: Dieser Austin A30 stand schon bei meiner ersten StoneTown-Besichtigung auf diesem Platz, lediglich auf der anderen Seite ;-)



Oben: Derselbe Austin A30 am selben Platz am 05. September 2016... ;-)

Sehr nachdenklich gehen wir weiter in die anglikanische Kirche hinein und anschliessend weiter zum Fischmarkt.
Überraschenderweise stinkts da jämmerlich nach, na was wohl?
Ja, nach Fisch natürlich!
Und zwar so stark dass es Sabine schlecht wird...
...also schnell durch und ab in den Fleischmarkt...
...der auch nicht appetitlicher ist und jeden der nicht Blind und Geschmackssinnbefreit ('Geschmacklos' triffts wohl nicht ganz) ist zum Kurzzeit-Vegetarier machen kann...
Also auch da schnell durch und schon stehen wir im Gemüsemarkt!
Schnell Luft holen, denn kurz darauf folgt der Geflügelmarkt...
...welchem der Gewürzmarkt folgt!
Und hier können wir wieder atmen!
Endlich!!!



Oben: Das freut doch des Tintenfischliebhabers Herz, nicht jedoch die Nase seiner Partnerin...



Oben: ...die sich zwar durch den Fischmarkt quält...



Oben: ...dies aber nicht wirklich geniessen kann da...



Oben: ...es ihr vom Gestank schlecht wird. :-/



Oben: Aber auch der Fleischmarkt ist nicht viel besser...


Gruss

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#68

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 08.08.2018 07:33
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge

Nach einigen Erklärungen durch Hasan stehen wir wohl an dem Stand, dessen Chef Hasan am meisten bezahlt die Touristen herzubringen...
...vermute ich mal.
Aber der Stand ist echt schön und interessant!
Und der Chef natürlich mindestens ebenso ein liebeswürdiges Schlitzohr wie die meisten Händler hier!
Wir stellen einige Päckchen und Schiffchen Gewürze zusammen und fragen mal was das kosten soll.
50'000TSh heisst die Antwort.
Und so geh ich mal mit 'No, no, but 30'000TSh are ok...' sehr grosszügig in die Verhandlung rein.
Natürlich kommt ein gespielt entrüstetes 'No, thats not enough, 45'000TSh' zurück.
Demnach würden wir bei 40'000TSh landen, statt ihm jedoch das vorzuschlagen leg ich noch dies und das dazu und sag 'OK, 45'000TSh', was ihm erst ein Lachen und nach einigen Sekunden des Rechnens ein 'OK Sir' entlockt!
Zum Einen bin ich mir sicher dass ich viel zu viel bezahlt habe, zum Anderen ist das Erlebnis für mich mehr wert.



Oben: 'Unser' Händler (im blauen T-Shirt) mit seinem Stand.



Oben: Und hier noch der Gemüsemarkt...

Danach führt uns Hasan wieder zum Ausgangspunkt unserer Tour zurück wo wir ihm die 15$ und, weil er sich wirklich viel Mühe gegeben hat und wir über 3 Stunden bestens geführt und unterhalten und mit Infos vollgestopft wurden, 5$ Trinkgeld überreichen.
Da wir nun aber so was von ausgetrocknet sind gehen wir ins schöne Floating Restaurant bei den Forodhani Gardens und trinken erstmals je ein grosses Bier.
Denn der Schweiss ist wie bei einem Springbrunnen aus unseren Poren gespritzt!
Und das muss aufgefüllt werden!
Nach einiger Zeit setzen wir uns an einen anderen Ort damit wir den Sonnenuntergang über dem Meer besser sehen können.
Was wir dabei aber nicht bedacht haben ist dass wir dadurch auch wieder mitten in der prallen Sonne sitzen!
Trotzdem bestellen wir uns mal Vorspeisen, denn mein Plan beim allabendlichen Foodmarket bei den Forodhani Gardens was zu essen wird durch Sabine in Erinnerung des Fleisch- und des Fischmarktes schnell abgelehnt...
Und so bestellt sie Bruschetta und ich einen Crevetten-Avocado-Salat, und beides schmeckt vorzüglich!
Danach erst bestellen wir die Hauptspeise, sie ein vegetarisches und ich ein Meeresfrüchte-Curry, die uns auch beide nicht enttäuschen!
Enttäuschen tut eher dass auch hier so ein wildgewordener Jetskifahrer meint es wäre toll immer wieder nahe an unserer Terrasse vorbeizufahren...aus irgendwelchen Gründen dachte ich dass es solche Protzer nur in Europa und Nordamerika gibt...
...falsch gedacht!
Da nun die Sonne so langsam im Meer versinkt (Ja, hier, nicht bei Capri wo sie eh nicht rot sondern gelb bis orange versinkt, wir waren ja da und haben es gesehen, jawohl), wird natürlich noch etwas geknipst.



Oben: Aussicht aus dem 'Floating Restaurant' nach Westen...



Oben: ...und nach Norden...



Oben: ...und wieder nach Westen, denn dort geht die Sonne auch in Afrika unter!



Oben: Sie lässt sich dafür zwar nicht so viel Zeit wie bei uns...



Oben: ...aber wir sind ja nicht ganz langsam und knippsen entsprechend schnell drauf los!



Oben: Mal mit Booten...



Oben: ...mal mit Palmwedeln...



Oben: ...aber immer mit viel Orange...


Gruss

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#69

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 09.08.2018 07:14
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge



Oben: ...bis die Sonne (erstaunlicherweise ohne grosses Gedampfe...) aufs Meer aufprallt!

So um 19:15 Uhr verlangen wir die Rechnung und nach kurzer Zeit kommt der Ober schon daher.
Er sagt 82'500TSh, ich gebe ihm 90'000TSh und verlange die Quittung, auch weil es mir etwas zu teuer vorkommt. Nach langer Zeit kommt dann die Quittung mit dem Wechselgeld...und nun sind es plötzlich nur noch 77'500TSh...
Oh wundersame Preisänderung... ;-)
Wir schlendern über den Foodmarket zum Mercurys, wo wir noch etwas trinken wollen bis der Fahrer kommt...
...lieber würden wir jetzt aber direkt zur Lodge zurück fahren, es ist ja auch schon 20:00 Uhr.
Und was sieht Sabine da?
Unser Fahrer hat die ganze Zeit hier auf uns gewartet!
Also rein in die gute Kiste und zurück zur Lodge!
Und wieder einmal sehe ich wie gefährlich fahren in der Nacht hier sein kann, denn entgegenkommende Autos blenden mit schlecht eingestellten Lichtern oder selbst montierten LED-Beamern, Velofahrer ohne Licht, dafür mit schwarzer Kleidung,
Schlaglöcher, Fussgänger, Steine und Tiere fordern das Reaktionsvermögen unseres Fahrers immer wieder!
Doch er meistert es mit Bravour!
Um etwa 21:00 Uhr sind wir zurück.
Ich bezahl den Fahrer wie ich es mit Suleyman abgesprochen habe, der jedoch meint dass das Hotel ihn bezahlen müsse.
Nach einer kurzen Unterredung nimmt er doch mein Geld und düst von dannen.
Drinnen angekommen informier ich Suleyman dass ich den Fahrer wie abgesprochen bezahlt habe.
Er ist nun sehr zuvorkommend und nett, sein Lachen und Lächeln wirken nun nicht mehr so aufgesetzt wie am Anfang...
Uns zwei ziehts nun noch mit je einem Caipirinha an den Strand auf die Liegen, wo ich auf die Idee komme einige Sternenbilder zu probieren.



Oben und unten: Der Sternenhimmel Sansibars...fototechnisch hats da schon noch Verbesserungspotential...das hab ich auch
schon besser hinbekommen und weiss dummerweise nicht weshalb... :-(




Bis etwa 23:00 Uhr geniessen wir es hier, dann gehts ab ins Bett, gute Nacht!

Tag 13: Verflixt, wer sticht denn da???

Kurz nach dem Schlafen wachen wir auf, es ist so um die 08:00 Uhr, die Sonne scheint, der Wind windet und die Haare...
...
...lassen wirs!
So um 09:00 sind wir im Restaurant und bestellen unser Frühstück bei einem Kellner, den wir bisher noch nicht gesehen haben!
Netter Kerl, fröhlich und sympathisch, wenn auch nicht so adrett gekleidet wie Kellner 1. Nennen wir ihn Kellner 2!
Leider ist der zweite Eindruck von ihm auch nicht so berauschend, denn Sabine erhält weniger Pancakes als bestellt wurden...
Und da man nicht nachbestellen darf macht sie genau das dann doch!
Diese Rebellin! ;-)
Und auch der Tee dauert ewig...aber alles in allem klappts deutlich besser als bei Kellner 1!
Und netter zudem auch noch!
Nach dem Frühstück sprechen wir Suleyman auf die Buchung eines Ausflugs an. Das Vertrauen in die Lodge ist zwar nicht sonderlich gross, aber der Beachboy hat sich als ebenfalls nicht zuverlässig erwiesen, denn bis heute hab ich keinerlei
Antwort auf meine Buchungsanfrage bekommen...und ich hab die Telefonnummer mehrmals kontrolliert, da war kein Vertipper drin!
Suleyman schickt uns Michelangelo vorbei, der uns die Touren, die die Lodge anbietet, erklärt.
Beim Schwimmen mit Delfinen wird Sabine beinahe schwach, deshalb fragen wir dort nach wie das denn genau ablaufen werde und ob die Tiere gut behandelt werden und so weiter...
Michelangelo erzählt dass es ganz wichtig ist sehr früh dort zu sein, so dass wir die Ersten bei den Delfinen wären. Dann könnten wir die Tiere in Ruhe geniessen, die meisten Touristen würden erst so um 08:00 ins Boot steigen. Und wenn die ankommen würden wir uns auf den Weg zurück machen wo schon ein reichhaltiges Frühstück auf uns warten würde. Danach ginge es
weiter zur blauen Lagune wo wir schnorcheln oder auch einfach am Wasser rumliegen könnten bis unser Mittagessen aus frischen Meeresfrüchten und Fischen bereit wäre. Anschliessend wieder schnorcheln/liegen bis zum späten Nachmittag und dann zurück, rechtzeitig zum Abendessen.
Klingt doch gar nicht so schlecht!
Lediglich die Rückfahrt verschieben wir etwas nach vorne, denn um 15:30 hab ich den Transfer zu einem speziellen Restaurant als Überraschung zum morgigen Valentinstag gebucht!
Und das will ich auf keinen Fall verpassen!!!
Lieber verpass ich die Delfine...aber zurück zum Buchen:
Der Preis ist zwar happig (150$ für uns zwei, also 75$ für jede(n))), aber wir schlagen ein.
Somit wissen wir dass wir morgen um 06:00 abgeholt werden!
Anschliessend gehen wir unsere Badesachen anziehen und streifen unsere 3mm-Neoprensocken über, damit wir bei der jetzt vorhandenen Ebbe etwas durchs seichte Gewässer latschen können ohne uns die Füsse an den teilweise scharfen Kanten des Untergrundes zu verletzen.
Und so stampfen wir in Richtung Riff bis mich plötzlich ein Tier verletzt!
Und der Angriff kam nicht mal von hinten, nein, von unten! UNTEN!
Das ist dort wo man keine Augen hat!
OK, hinten hat man auch keine, zugegeben...
Ein Seeigel hat mir hinterhältigst seinen Stachel durch die Neoprensocke gepiekst!
Schweinerei, dabei bin ich doch lediglich auf ihn drauf gestanden!
;-)
Im Ernst: R.I.P. Seeigel...sorry!
Hab Dich im Seegras nicht gesehen...



Oben: Viel Seegras mit viel Getier...



Oben: ...unter anderem auch Seeigel...



Oben: ...und einige Fische in den seichten, übriggebliebenen Tümpeln.

Weiter gehts, nun immer den von den Einheimischen See-Igel-und-Ähnliches-Sammlerinnen getrampelten Trampelpfaden folgend in Richtung Riff!
In den grösseren Tümpeln sehen wir nebst Seeigeln und Muscheln und diesem und jenem Krebs auch Kofferfische und anderes fischiges Getier.
Plötzlich sehe ich etwas was mir vom letzten Urlaub sehr bekannt vorkommt!
Etwa schon wieder ein Schlangenaal?
Ich rufe Sabine dazu doch die meint spielverderbend 'Das ist doch kein Schlangenaal, das ist eine Muräne! Und die hat Dich im Visier!'
Ups!
Wie recht sie doch hat!
Denn egal wohin ich gehe, sie dreht sich mit, den Kopf immer in meine Richtung haltend!
Ui!
Will die mich etwa zum Frühstück?
Obwohl ich wohl hundert Mal grösser bin als sie?
Kann es sein dass sie sich minim überschätzt?



Oben: Schon wieder ein Schlangenaal???



Oben: Nix da, das ist eine Muräne!!! Und zwar eine Sternfleckenmuräne (Echidna nebulosa oder auch Sternmuräne genannt).

Um sie vor der schockierenden Erkenntnis der Selbstüberschätzung zu bewahren machen wir uns aus der Pfütze und waten weiter.
Dabei sehen wir immer wieder schlangenartige Tiere, die gei genauerem Hinsehen aber so was wie einen sternförmigen Mund haben...
...kann das eine Art Seegurke sein?



Oben: Unbekanntes knotiges Teil mit sternförmigem Mund, etwa 50-60cm lang...wohl eine Gefleckte Wurmseegurke (Synapta maculata)...



Oben: Dasselbe etwas weiter...es hat doch so einige davon!


Gruss

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#70

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 10.08.2018 06:46
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge



Oben und unten: Scheint eine Koralle zu sein...





Oben: Man muss enorm gut schauen wo man hintritt denn zwischen den Seegräsern hats etliche Seesterne und andere Tiere...
...die man ja weder verletzen noch töten will durch so einen Spaziergang.




Oben: Und hier eine Entdeckung am Bildschirm zu Hause: Ist es ein gut getrarnter Fisch oder nur ein Stein mit einer Blase die
wie ein Auge ausschaut? Und was ist das Stachlige da drunter???




Oben: Blick zurück zu unserer Lodge...schon schön hier, zumindest von der Landschaft und den Gebäuden her...



Oben: Muscheln, Schnecken, Seeigel...es keucht und fleucht wo man hinsieht!



Oben: Und am Strand ein Blick zurück, die Flut hat schon massiv eingesetzt...da wo wir waren dürfte jetzt das knöcheltiefe Wasser gegen die 2m hoch stehen...

Da Sabine auch noch einen Seeigel besteigt vergeht uns der Spass am waten und so versuchen wir wieder den Strand zu erreichen, der sich aber immer weiter entfernt...
...hmmm...
Da Strände normalerweise nicht gehen können vermute ich mal dass wir auf einer Art 'Tektonischer Platte GT' stehen...
...oder, wahrscheinlicher, die Flut zurückkommt!
Dass Ersteres nicht der Fall war kann ich nun auch bestätigen, denn es war wirklich die Flut!
Und da die zur Ebbe einen Unterschied von 2 bis 3,5m hat sollte man wirklich mal ans in Richtung Strand gehen denken...
Das erst noch nur knöcheltiefe Wasser reicht nun schon bis über die Knie, und es steigt sehr schnell weiter!
Doch ums nicht zu spannend zu machen sag ich es jetzt: Wir haben es noch rechtzeitig geschafft!
Also nach dem schlammigen Boden über den Sand und zum Pool, wo wir uns erst mal das Salz und den Sand unter der Dusche abwaschen.
Mit einem Savannah Dry (ich ) und einer Coke (Sabine) schmeissen wir uns auf die Pool-Liegen und dösen im Schatten etwas vor uns hin.
Zwischendurch hüpf ich mal aufs Zimmer um mein Handy zu holen und mach dabei gleich noch schnell die Datensicherung der Kameras auf den PC beziehungsweise die Micro-SD-Karte, die danach wieder im Handy verschwindet.



Oben: So siehts heute auf unserem Bett aus...das Putzpersonal hat uns wirklich nichts zum Beklagen gegeben!

Kaum bin ich nach dem gekühlten Zimmer wieder in der Hitze am Pool angekommen spritzen meine Schweissdrüsen wieder so wild um sich dass ich das nur stoppen kann indem ich kurz kalt dusche und mich in den Pool schmeisse!
Ein Holländer war mit seiner Familie offenbar gleicher Meinung und hats dann auch so gemacht...
...Nachäffer!
Tz...
Wir kommen ins Gespräch und er erzählt mir unter anderem auch vom Delfin-Schwimmen, was sie als lohnenswert beschreiben.
Was mir ganz gut passt, denn ich hab schon so ein oder zwei negative Berichte über Delfin-Schwimmen an anderen Orten gelesen, so bin ich aber beruhigt. Wir erzählen uns noch von unseren diversen Reisen und schon bald knurren mich Sabines und mein Magen in Richtung Restaurant.
Obwohl es erst etwa 15:30 Uhr ist haben wir Hunger und da sich ein Pizzaofen auf dem Gelände befindet bestellen wir mal was aus dem Teil, nämlich eine Quattro Stagioni.
Aber obwohl sie zu den besten Pizze gehört die ich bisher in Afrika gegessen habe so ist sie doch nur brauchbar, mit viel Rauchgeschmack wie alles hier...eigentlich eines italienischen Besitzers unwürdig!
Aber sie füllt die Mägen und lässt das Knurren verstummen!
Danach wieder an den Pool, dann ins Zimmer um gut gekühlt etwas rumzuliegen (Die Haltbarkeit verlängert sich dabei wohl...) und unter die Dusche, bevor wir um 18:30 Uhr zum Abendessen gehen. Wir genehmigen uns je 4 Bruscchette, Sabine nimmt Gnocchi con Scampi, ich einen Insalata Frutti di Mare. Und hinter uns stehen Instrumente, also wirds bald mal Live-Musik geben!
Na dann hoff ich mal auf eine echt afrikanische Band und nicht auf eine Pop-Song-Cover-Band mit Samt-Stimme...
Und ich werde natürlich, wie könnte es auch anders sein, aufs übelste enttäuscht...
Es ist schlimm, echt schlimm, die Ohren schmerzen während der Schmalz aus den Lautsprechern fliesst...
...buääää...
....mich schauderts beim schreiben noch!!!
Die armen Instrumente!!!
Und erst das Mikrofon, das ist echt hart im Nehmen!!!
Das ist echt noch schlimmer als der Schmalz-Stimmen-Sänger, der an einer Hochzeit vor etwa 20 Jahren 'Haiwey du Häll' mit Schnulzeneffekt und nur am Keyboard begleitet sang...
Nochmals: Buäääääää!!!!!!!!
Schauder!!!
Übles Niveau, nur 3 ursprünglich mal afrikanische Songs dabei und die noch verhunzt, der Rest Disco-Musik schlecht interpretiert und unpassend.
Da muss Grappa her!!!
Wir verlassen den Ort des Schauderns und legen uns auf die Liegen am Strand, hoffend dass das Meeresrauschen und der Wind zusammen den Schmusesound übertönt...
...leider falsch hoffend!!!
Aber wir überstehen auch solche Folter und mit je einem doppelten Amarulla in der Hand geniessen wir noch ein wenig.
Natürlich versuch ich wieder Sternenbilder zu machen...



Oben und unten: Meine heutigen Sternenversuche...vom Licht des Konzertes leider etwas beeinträchtigt...



...aber um etwa 23:30 gehen wir ins Bett, gute Nacht!


Gruss

Picco

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#71

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 11.08.2018 10:24
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge

Tag 14: Geschnetzeltes zum Frühstück?

Wach!
Sabine auch!
Ich schaue aufs Handy, was ohne Brille so ziemlich sinnbefreit ist...also sagt mir Sabine dass es 00:30 ist!
Na toll!
Irgendwas hat uns geweckt, keine Ahnung was!
Sie kann immerhin wieder einschlafen, ich halte Nachtwache...unfreiwillig!
Um 05:20 weckt der Wecker was zu wecken übrig ist.
Ich gehör nicht dazu...
Aber auf, die Delfine rufen! :-)
Punkt 06:00 erreichen wir die unterste Stufe der Treppe und was sehen wir da?
Ein auf uns wartender Taxifahrer!
Und das obwohl es beim Gespräch mit Michelangelo so klang dass er selbst mit dabei wäre!
Aber ok, der wird auch wissen was er zu tun hat!
Also rein in die Kiste und los gehts!
Beim erstbesten Verkaufsstand hält er an und kauft Wasser und Früchte, dann fahren wir aus Bwejuu raus.
Das klappt so auch ganz gut und der Fahrer ist ebenfalls sympathisch, aber in Makunduchi stoppt uns ein Polizist.
Und zwar einer von der übel gelaunten Sorte!
Und er motzt rum dass einem beinahe Angst und Bange wird...unser Fahrer wird regelrecht schikaniert!
Uns lässt er immerhin in Ruhe...
Irgendwann gehts weiter und so kommen wir um 06:45 Uhr an unserem Zwischenziel an!
Wir steigen in diesem Fischerdorf aus und werden vom Fahrer bei einer kleinen Terrasse, die sich später als Restaurant entpuppt, hingestellt während er sich auf die Suche nach dem Boot inklusive dem Bootsführer macht. Unser Fahrer kommt nach einigen Minuten zurück und führt uns an einigen gefangenen Fischen vorbei, damit das Warten nicht zu langweilig wird, dann
verschwindet er wieder...
Und wie zu erhoffen kommt er nach einiger Zeit zurück so dass ich ihn fragen kann wo das Boot ist. Die Antwort ist dass das Boot dort unten liege, aber der Kapitän nicht zu finden sei...wir sollten es uns doch im Restaurant gemütlich machen!
Na toll!
Der Restaurantbetreiber bringt sofort Kaffee-Geschirr und ich erklär ihm dass wir keinen Kaffee trinken (Stimmt nicht ganz, Espresso usw. trink ich schon, aber die gefärbte Gülle die es leider in Afrika meist gibt mag ich nicht).
Dann bringt er Tee, Teller und Besteck...
...und dann bringt er einige der Früchte, die unser Fahrer gekauft hat, schön hergerichtet an unseren Tisch...
...sollen wir jetzt hier essen?
Abgesprochen war dass wir sofort raus zu den Delfinen gehen und danach ein reichhaltiges Frühstück erhalten!
Dazu hätten wir ja auch um 06:00 Uhr in der Lodge essen und später abfahren können statt nun hier rumzusitzen und je eine Mango und vier kleine Bananen zu essen!
Langsam verschlechtert sich meine Laune!
Und vom Kapitän noch immer keine Spur!
Sabine und ich beschliessen dass wir um 08:00 die Sache abbrechen, zurückfahren und sicher nichts bezahlen!
Um 07:50 Uhr ist plötzlich Boot und Kapitän da..scheisse...denn ich freue mich schon nicht mehr darauf!
Offenbar war das Boot heute schon bei den Delfinen, denn es steigen einige Touristen aus!
Also wurden wir verarscht...eventuell Michelangelo auch, aber wir auf jeden Fall...
Denn wir sollten ja zu den Ersten gehören die bei den Delfinen sind!
Wir tuckern los, das Wasser ist anfangs auch ausserhalb des Riffs glatt, keine nennenswerte Welle, aber einige nach Gewitter ausschauende Wolken sind am Horizont zu sehen...
...und wir steuern auf die zu!



Oben: Das Wasser (noch) beinahe spiegelglatt, unser Fahrer gemütlich sitzend, aber die ersten Wolken beginnen sich zu Türmen zu formen...



Oben: Schön siehts aus, aber so ganz ohne Schwimmwesten würd ich mich bei der Entfernung zum Land und Wellengang nicht wirklich wohl fühlen...
...zum Glück ist das Meer ruhig...
...noch...


Und das Meer wird von Minute zu Minute unruhiger, da bemerken wir dass keine Schwimmwesten an Bord sind...toll!
Wir sind zwar nicht allzu weit vom Land entfernt aber trotzdem freuen wir uns nicht über die fehlenden Schwimmwesten.
Es wird windig, die Wellen erreichen nun schon einen Meter Höhe und wir fahren noch immer auf die Gewitterfront zu...
Irgendwann erreichen die Wellen rund 1,2m Höhe und ich frag ob es noch weit ist zu den Delfinen, denn wenn ja würden wir abbrechen.
Sabine fühlt sich schon länger nicht mehr wohl, ich so langsam auch nicht mehr.
Doch unser Kapitän, ein junger Bursche, wohl eher 16 denn 20 Jahre alt (was unser Vertrauen nicht wachsen lässt) sagt dass wir gleich da wären und zeigt auf einige Boote in der Entfernung. Wir entschliessen uns doch weiterzufahren und irgendwann kommen wir auch bei den anderen Booten an.
Einige Touris sind zwischen den Booten im Wasser, weiter draussen fahren die Boote mit hohem Tempo rum, hier bei den schwimmenden Touris ist es relativ ruhig, von den hier zum Glück nur noch etwa 50cm hohen Wellen abgesehen.



Oben: Unsere ersten Delfinsichtungen...



Oben: ...und die zweite Sichtung...



Oben: ...bei der man schon ansatzweise das folgende Gehetze erkennen kann!

Unser Kapitän sagt dass wir uns bereit machen sollen falls wir reinspringen wollen.
Sabine verzichtet, ich mach mich bereit!
Flossen an, Maske auf und noch bevor ich alle Haare aus der Maske gezogen habe heisst es von hinten 'Jump, now, jump, NOW!!!'
Und ich spring rein, tauche wieder auf und sehe ein Motorboot in vollem Karacho genau auf mich zufahren!!!
Ich winke und schreie, die Drei in unserem Boot winken und schreien und dann sehe ich den Kapitän jenes Bootes, wie er mit Vollgas zwischen den schwimmenden Touristen durchdonnert und dabei auf sein Cellphone starrt!!!
Ich glaub es nicht!!!
Plötzlich sieht er auf, sieht mich, erschrickt und reisst das Ruder rum...
...das Boot fährt mit unverminderter Geschwindigkeit knapp vor mir durch, das war kein Meter Abstand!
Hätte er das Ruder nicht rumgerissen wär ich nun Treibgut...
Phu!!!
WAS FÜR EIN IDIOT!!!
Ich klettere völlig geschockt wieder in unser Boot rein, wir fahren etwas und schon heisst es wieder 'Now go into the Water! NOW!' und diesmal schau ich mich erst um und springe dann rein!
Und ich seh vier Delfine direkt unter mir wegtauchen, vielleicht 2 Sekunden lang in Reichweite meiner Hände...
...aber Bilder gibts nicht obwohl ich meine Kamera dabei hab.
Denn ich hab aus Versehen die Kamera, die ich noch auf dem Boot eingeschaltet habe, unter Wasser ausgeschaltet bevor ich geknipst hab...
...GRMPFL!!!
Heut geht aber auch alles schief...
Ich tauch wieder auf und sehe unser Boot nirgends, kein Boot in meiner Nähe!
Hallo???
Und plötzlich sehe ich in den Augenwinkeln ein Boot auf mich zufahren und erkenn unseren Bootsführer der genau auf mich zufährt und...
...aufs CellPhone schaut!!!
Ja spinnt hier denn jeder???
Aber er schaut auf, sieht mich offenbar und kurz vor mir reisst er das Ruder rum, so dass der Bug des Bootes nach rechts (also von mir her gesehen nach links) dreht, das Heck aber weiterhin genau auf mich zukommt!
Und immer näher kommt!
Mitsamt dem dort angebrachten Aussenbordmotor und seiner Schraube!!!
Das Boot kommt zum Stehen und die Motorabdeckung ist keinen halben Meter, eher 30cm von meinem Gesicht entfernt!
30 ZENTIMETER!!!
Dementsprechend ist die Schraube auch nicht weiter von meinem Bauch weg!
Und ich seh sie unter Wasser direkt vor meinem Bauch rotieren!!!
Wenn da nun mein doch eher weites T-Shirt reinkommt bin ich verloren!!!
Gott!!!
Ich hab Schiss!!!
Ich hab echt Schiss und Panik, die hohen Wellen verhindern dass ich wegschwimmen kann, die spielen mit mir wie mit einem Luftballon und ich bin machtlos!!!
Ich rufe mehrmals 'Stop the engine, stop it!!!' und sehe dass Sabine auch auf den Kapitän einschreit!!!
Doch der Idiot schaut auf sein Cellphone und reagiert nicht!!!
Gott, eine falsche Welle und mein Bauch ist aufgerissen!!!
Scheisse, hab ich Schiss, so Schiss hatte ich in meinem Leben noch nie!!!
Und der Kapitän reagiert nicht ansatzweise auf irgendwas!!!
Und plötzlich schiebt mich eine Welle seitlich nach vorne, so dass ich ein Seil an der Seite des Bootes ergreifen kann!
Sofort zieh ich mich nach vorn und mit der letzten Kraft schmeiss ich mich völlig erschöpft ins Boot rein!!!
Der Kapitän schaut mich nur erschrocken an, ich glaub der hat überhaupt nicht realisiert was war!!!
Ich sag "Finish, we go back! Now!' und frage ob der Kapitän mich umbringen wolle.
Unser Fahrer meint aber offenbar ich spreche vom anderen Kapitän, sagt was wie 'he don't realise the situation' oder so und fragt ob wir nun schnorcheln gehen!
Ich glaub er hats auch nicht so ganz geschnallt dass der beinahe Geschnetzeltes aus mir gemacht hätte!!!
Nein, kein Zürcher Geschnetzeltes...
...denn ich bin Rheintaler, nicht Zürcher, also...
...Rheintaler Geschnetzeltes!!!
Natürlich sag ich 'no, but to the Hotel, now!'...
Sabine hilft mir auf die Beine und versucht mich zu beruhigen, ansonsten hätt ich diesen Idioten von einem Kapitän vielleicht noch verprügelt und/oder ins Wasser geschmissen...
...ich bin auf mehr als 180!!!
Ich nehm alle meine Kraft zusammen und versuch mich abzuregen.
Ich kann ihn nicht ansprechen oder anschauen, ich würd explodieren!
Sabine hat alle Hände voll zu tun um mich zu beruhigen!
Ich sag nur zu unserem Guide dass der Ausflug nun abgebrochen wird und wir zu unserer Lodge zurück gehen!
Ich bin auch eine halbe Stunde Bootsfahrt später noch immer auf 180!
Eine weitere halbe Stunde später erreichen wir wieder das Fischerdorf, ich bin nur noch auf 179,9...
...und so kann ich mit dem Kapitän sprechen ohne ihn gleich umzubringen.
Ich sag ihm dass er mich beinahe mit der Schiffsschraube aufgeschlitzt hat als er auf sein Cellphone starrte und seine Reaktion ist nur ein 'OK', das unter seinen weit aufgerissenen Augen aus dem Mund kommt...
Phu, ich könnt schon wieder explodieren!!!
Aber ich gehe, es macht keinen Sinn!!!
Auch unser Guide sagt nun dass der Kapitän miserabel war...
Wir holen noch Sabines im Restaurant vergessenes Badetuch und gehen in Richtung Auto.
Im Dorf werde ich von einem älteren Einheimischen und einer Frau angesprochen wie es war und ich erzähle ihm was ich erlebt habe, noch immer mehr als erregt...
Er wie auch die Frau entschuldigen sich bei mir dass ich so was erleben musste und versuchen alles mich ruhig zu stimmen, werden nervös...
...aber wir steigen ins Auto und fahren ab!
Schon nach kurzer Zeit klingelt das Telefon unseres Fahrers und im Gespräch gehts offenbar um diesen Vorfall!
Und es klingelt noch einige Male...
Auch Michelangelo gehört zu den Anrufenden, also ist hinter den Kulissen nun einiges los...
Auf dem Rückweg holen wir noch ein Deutsch-Kenyanisches Paar ab, das ebenfalls einen Ausflug gebucht hat, aber einen Schnorchelausflug.
Ein Einheimischer steigt bei der Gelegenheit in den Kofferraum um auch noch etwas mitzufahren...
Unser Fahrer lädt uns beim Hotel aus, Trinkgeld geb ich aber nicht, da ich nicht weiss welchen Anteil er allenfalls mitverschuldet hat.
Rein ins Hotel und dort werden wir von Suleyman angesprochen warum wir schon zurück wären und wie es war.
Ich sag erst 'Very bad!' und erzähl Ihm dann die Story.
Er kanns kaum glauben und entschuldigt sich auch mit vielen 'I am so sorry'...
Sabine und ich wollen nicht mehr länger darüber sprechen und gehen rauf ins Zimmer wo wir was trockenes anziehen.
Dann wieder runter und zur Rezeption, denn wir hatten ja kein Frühstück!
Die offizielle Frühstückszeit ist aber auch schon vorbei, doch Suleyman schickt uns zum Kellner 2 der nach Rücksprache mit dem Chef dafür sorgt dass wir trotzdem noch was bekommen obwohl es schon nach 11:00 Uhr ist.
Nach dem Essen liegen wir an den Pool bis uns ein kurzer Regenschauer unter ein Dach treibt. Aber schon 20 Minuten später bruzzelt die Sonne wieder kräftigst vom Himmel und wir stürmen gemütlich zurück zu unserer Schattenliege.
Um 14:00 gehen wir aufs Zimmer, das noch nicht gemacht ist...
...warum auch immer!
An den anderen Tagen hats geklappt...
Noch kurz unter die Dusche und um 15:35 stehen wir am Lodge-Eingang, wo schon unser noch in der Schweiz übers Internet bestellter Abholservice auf uns wartet. Wir steigen ein, ich zeige dem Fahrer, der sich Mohamed nennt, meine Transportbestätigung und schon gehts los in Richtung 'The Rock', meiner Valentintagsüberraschung für Sabine!
Kaum dort angekommen steigen wir aus und sagen dem Fahrer dass wir um etwa 18:00 wieder hier auf dem Parkplatz sein werden.
Der Fahrer sagt dass er auf uns warten werde.
Toll!
Wenigstens etwas was heute klappt!
Und schon stapfen wir nach einigen Fotos durchs seichte Wasser zum Boot welches uns die vielleicht 10 Meter zur Treppe des 'The Rock' bringt!



Oben und unten: 'The Rock' von Norden und Süden...





Oben: Und hier ist die unglaubliche Dimmension der abenteuerlichen Bootsfahrt zum 'the Rock' gut zu erahnen... ;-)

Ich hätte etwas mehr Bootsfahrt erwartet, zumal ich sogar eine Gezeitentabelle bemüht habe um den optimalen Zeitpunkt hier aufzutauchen herauszufinden.
Aber schön ists auch mit der kurzen Bootsfahrt durchs maximal knietiefe Wasser.
Noch kurz das Seegras von den Füssen wischen und die Treppe rauf ins Restaurant rein!
Am Anfang ist etwas wie eine kleine Rezeption wo ich meinen Namen sage, worauf jemand Listen durchblättert und uns darin auch findet!
Toll, wieder was das klappt!
Wir werden zu Tisch 1 geleitet und bestellen dort ein Savannah Dry (ich) und ein Kilimanjaro-Bier sowie ein Sprite zum mischen für Sabine.
Mit den Getränken erhalten wir die Speisekarte, die sehr italienisch geprägt ist...
...kein Wunder, der Betreiber des 'The Rock' ist ja auch Italiener!



Oben: Die Speisekarte in der Version vom 14.02.2018...

Sabine bestellt Ravioli mit Gemüsefüllung und ich Langusten vom Grill (4 Stück, mittelgross).
Wir kommen aus dem Bestaunen der Lokalität kaum raus und schon nach wenigen Minuten wird uns unser Essen serviert!
Und es schmeckt vorzüglich!
Kaum sind wir fertig wird schon abgeräumt und gefragt ob wir noch was wollen...
...irgendwie komm ich mir etwas gehetzt vor, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, denn wir haben einen Tisch von 16:00 bis 18:00 reserviert...
...da braucht man uns doch nicht zu hetzen!
Es ist ja erst 16:30 Uhr!
Wir bestellen dann noch den Dessert (Schokomousse in Kackhaufenform bei Sabine und ein Kokos-Tiramisu bei mir) und schon um 16:45 kommt ein Kellner der uns fragt ob wir noch was wollen.
Wir antworten mit 'Not in the Moment, thanks' und werden dann gebeten den Tisch frei zu machen und auf die Terrasse zu gehen!
Poa!
Abgesehen dass es da keinen einzigen freien Sitzplatz mehr hat sind wir nicht bereit den für uns reservierten Platz jetzt schon freizugeben!
Unnötig, dieses Gehetze!!!
Bis 17:15 Uhr bleiben wir sitzen, dann verlassen wir das Lokal. Beim Rausgehen verabschiedet und bedankt sich der Besitzer persönlich.
Wir werden wieder vom Boot abgeholt und an den Strand gebracht, das Wasser ist noch seichter als zuvor schon.
Dann spazieren wir noch etwas den traumhaften Strand lang, finden mal diese Schnecke, mal jene Muschel.
Schauen Einheimischen zu, schreiben was in den Sand, geniessen den Wind, die untergehende Sonne...
...es tut so gut hier unsere Ruhe zu haben nach den Aufregungen des Vormittags!



Oben: Wir sehen Treibgut mit wunderschönen Muscheln...


Gruss

Picco

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#72

RE: Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 11.08.2018 23:12
von blue-rider • Cheetah | 72 Beiträge

Hey Picco,

also nichts gegen leichten Nervenkitzel im Urlaub ... Aber das war ja dann wohl etwas viel des Guten ... (und das ist meine nett ausgedrückte Version). Ganz ehrlich, nicht zu bekommen, wofür man bezahlt ist eine (sehr ärgerliche) Sache - hatte vielleicht damit zu tun, dass ihr auf dem Weg aufgehalten wurdet und "zu spät" angekommen seid, woraufhin euer Kapitän schon mit der ersten Fuhre los ist? - aber dann die menschliche Fracht fast mit dem Boot zu zerstückeln ist ... äh ... Da fehlen mir die Worte.

Hoffe, ihr hattet sonst einen schönen Urlaub. Falls ihr Delfine gucken wollt: Nehmt lieber das Land mit Linksverkehr und "S" am Anfang, in dem ich war. Meine Delfinsichtung war kostenlos, in schöner Landschaft und total ungefährlich. Nur "Schwimmen" war nicht drin, weil es da Unterwasserströmungen gibt.

Gut, dass du es unbeschadet überstanden hast!


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#73

RE: Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 12.08.2018 10:23
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge

Hoi Bluey

Danke!
Ja, ich hab mir auch gedacht dass wir die Abfahrt vieleicht deshalb verpasst haben, aber wir waren trotzdem rechtzeitig da...
Betreffend Delfinen wirds wohl eher Bella Italia werden, da kann man z.B. von Genua her zu Delfinen und Walen aufbrechen.
Und in Genua bin ich von Zuhause in 4,5-5 Stunden, je nach Verkehr.
Aber danke für den Tipp!


Gruss

Picco

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zuletzt bearbeitet 12.08.2018 10:24 | nach oben springen

#74

Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 12.08.2018 10:24
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge



Oben: ...schauen mal etwas genauer, geniessen den Traumhaften Strand und die Ruhe...



Oben: ...finden dieses und...



Oben: ...jenes Schneckengehäuse...



Oben: ...von denen etliche faul am Traumstrand rumliegen...



Oben: ...während ich unseren Urlaubsschriftzug in den Sand schreibe!



Oben: Beim zurückgehen noch ein Bild das 'the Rock' mal mit etwas Umgebung zeigt.
Dieses Restaurant gehört für mich zu denen die man in seinem Leben mal besucht haben muss!
Nicht weil das Essen so gut wäre, nein, das ist im internationalen Vergleich bestenfalls mittelmässig, aber die Kombination aus für hiesige Verhältnisse recht gutem Essen und der Lage macht den Reiz aus!


So langsam gehen wir wieder zum Parkplatz und finden dort unseren Fahrer..
...nicht!
Wir gehen etwas in der Umgebung umher bis uns plötzlich einer anspricht, der sagt er wäre der Bruder unseres Fahrers!
Ja klar, und ich bin Sindbad der Seefahrer, logo...
Da das ja jeder sagen könnte weil es schon offensichtlich ist dass wir ein Auto suchen frag ich ihn wie der Bruder denn heisse (Mohamed) und bekomme 'i have to call him' zu hören!
Soso, er weiss also nicht wie sein Bruder heisst, interessant, passt zum heutigen Tag!
Er telefoniert und sagt dann 'Claudio'! ;-)
Da ich ja so heisse und er das nur aus dem Auftrag vom 'The Rock' wissen kann grins ich etwas vor mich hin und glaub ihn nun dass er uns zur Lodge zurück bringen soll.
Also steigen wir ein!
Zurück in der Lodge setzen wir uns an die Bar und treffen dort Michelangelo, der natürlich wissen will was vorgefallen ist.
Wir erzählen es ihm in aller Ruhe detailliert, aber bei der Situation mit der Schiffsschraube beginn ich wieder beinahe zu kochen!
Er ist echt erstaunt, schreibt sich dies und das auf, fragt dies und jenes nach ('Da waren keine Schwimmwesten an Bord? Das darf nicht passieren!' usw.) Er sagt dass er ab sofort nicht mehr mit dieser Company zusammenarbeitet und wir einigen uns darauf wenigstens den Fahrer zu bezahlen, also total 50$ hinzublättern, da der Fahrer ja seinen Job gemacht hat. Das passt auch für uns.
Er erzählt noch dass er schon über 20 SMS von der Company erhalten habe und die ihn telefonisch regelrecht unter Beschuss nehmen weil sie Angst um ihre Aufträge haben.
Die Anrufe hat er nicht abgenommen, in den SMS versuchen sie die Sache kleinzureden...aber wir hätten mehrere Dinge erzählt die für sich allein schon ein NoGo sind.
Und die Schiffsschraubenaktion erst recht!
Wir verabschieden uns und gehen zwei Aperol Spritz trinken, danach hüpfen wir in die Liegen am Strand, denn morgen gehts ja schon wieder zurück in die kalte Schweiz, da muss noch jedes Grad ausgenutzt werden!
Der Besitzer kommt zu uns und bietet uns an ein Tischchen zwischen unsere Liegen zu stellen...
...genau, der Besitzer von dem wir bisher so gar nichts mitbekommen haben ausser dass er da ist, ist nun auch nett und freundlich!
Was für ein Tag...
Im Verlauf des Abends trinken wir noch einen Pina Colada (Sabine) und einen Mojito (Ich) und ich versuch mich wieder als Sternenfotograf bis wir um 22:30 Uhr ins Bett gehen.
Gute Nacht!

Tag 15: Tschüss Sansibar!!!

Es ist 07:30 und das stell ich direkt nach dem Erwachen schon fest!
Als zweite Feststellung folgt dass wir heute Sansibar verlassen werden...
...und das freut mich trotz der Probleme die es gab nicht!
Also noch etwas liegen bleiben und ab 08:30 Koffer packen vorbereiten!
Und natürlich wird heute auch gefrühstückt!
Rund herum sitzen lauter unbekannte Gesichter...
...die bisherigen Gäste wurden wohl nach Hause geschickt!
Trotz Kellner 2 wird mal wieder weniger geliefert als bestellt, aber immerhin wird nach unserem Hinweis das Fehlende doppelt nachgereicht ;-)
Dann gehts ans Bezahlen bei Suleyman...
...und diesmal ist die Kreditkarten-Limite von sFr. 750.- pro Tag und auf Sansibar noch nicht angebraucht, also funktioniert das Zahlen auch.
Sabine bezahlt die Getränke bar und die 5% Aufschlag auf Kreditkartenzahlung, die in der Lodge im Gegensatz zu Booking.com klar ausgewiesen sind, muss ich auch nicht bezahlen, wie abgesprochen.
Suleyman bedankt sich nochmals für unser Entgegenkommen und bietet uns auf meine Frage ob wir bis zum Flughafentransfer ab 16:15 Uhr irgendwo bleiben können den Raum 15 kostenfrei an.
Wau!
So können wir noch duschen und gekühlt rumliegen wenn wir wollen, topp!
Also ziehen wir aus Raum 8 aus und in Raum 15 ein und legen uns etwas aufs Bett.
So um 13:00 gehen wir zum Pool wo schon alle Liegen von den Neuen besetzt sind, weichen auf die Liege auf der Terrasse im Erdgeschoss aus und trinken eine Cola.



Oben: Hier auf der Terrasse im Erdgeschoss ist noch der einzige Platz an dem wir liegen können...passt auch!

Plötzlich erscheint der Besitzer der Anlage und entschuldigt sich bei uns auf italienisch für die Unannehmlichkeiten und das falsche Zimmer.
Er erklärt uns dass die Mutter seiner Freundin und Grossmutter derer Töchter (als Italiener muss er natürlich alle Verwandtschaftsgrade aller Personen aufzählen) seit einem Jahr wegen Lungenkrebs in Behandlung ist und sie ihr den Aufenthalt hier so angenehm wie möglich machen wollten.
Wir nehmen die Entschuldigung (der zweite Teil war in Englisch) an.
So um 14:15 gehen wir in Richtung Zimmer, duschen, kacken und packen ist angesagt!
Dabei fällt auf dass die Glastüre zur Nasszelle von innen verspiegelt und von aussen durchsichtig ist...
...ein Schelm wer dabei Böses denkt!
Denn die Glastüre ist schlicht verkehrt herum montiert...
So nach 15:00 gehen wir je eine Pizza essen (Quattro Stagioni für Sabine und Frutti di Mare für mich) und um 16:15 ist dann Abfahrt zum Flughafen angesagt!



Oben: Davor muss aber noch das letzte Bild des Strandes der Lodge geschossen werden...schon schön hier!!!

Noch kurz verabschieden, die restlichen Essen und Getränke bezahlen und schwupp...
...sind wir weg!
Um 17:25 erreichen wir den Airport und verabschieden uns mit einem Trinkgeld vom Fahrer. Ab durch den Sicherheits-Check, Einchecken, uns dabei versichern lassen dass das Gepäck bis Zürich durchgebucht ist, das Ausreise-Formular ausfüllen und durch einen weiteren Sicherheits-Check.
Endlich in der Wartehalle angekommen staunen wir über die vielen Leute!
Wir finden nur noch eine Bank, die eigentlich den Zöllnern vorbehalten ist, und setzen uns dahin. Irgendwann gehen wir durch die Läden welche sich an den Wartebereich anschliessen und kaufen uns etwas zu trinken. Dabei sehen wir dieselben Gewürzschiffchen die wir gekauft haben...minim günstiger als was wir bezahlt haben ;-)
Aber egal!
Wir finden dann doch wieder zwei Sitzplätze und schauen den Menschen zu.
Da gibts welche die ohne Kontrolle durch die Sicherheitsschleuse durchlatschen und obwohl diese laut Alarm schlägt von niemandem beachtet werden während Zöllner direkt daneben pallettweise durchsichtige Wasserflaschen durch den Röntgenapparat schicken und dabei zu dritt den Bildschirm betrachten...mir scheint dass die ihren Job nicht so ganz begriffen haben...
Um 19:35 sollte unsere Maschine starten, doch nix ist los, nichts wird gesagt, das Personal hier ist entweder Wort- oder Ratlos...
...und um genau 19:35 folgt eine kaum verständliche Durchsage die vielleicht unseren Flug betreffen könnte!
Toll!
Niemand in unserer Umgebung hat es wirklich verstanden, eine Amerikanerin meint dass es vielleicht geheissen hat dass der Flug um eine Stunde verspätet wäre...hmm...
Ich setz uns schon mal nahe zu den Flughafenangestellten am Ausgang während Sabine noch kurz den Laden hinter mir beshoppt.
Und kaum ist sie drin gehts los, Boarding für unseren Flug!
Es ist 20:20 Uhr und ich rufe Sabine zu mir.
Ab in den Flieger!
Und da drin ist es heiss, echt heiss, wir schwitzen wie es wohl nur 'Schwitzer' tun können.
Genau das Gegenteil des Fliegers der uns letztes Jahr von Kenyas Küste nach Nairobi brachte: Dort bildete sich Nebel weil so stark gekühlt wurde!
Und dann gehts los!
Wir heben ab und sehen aus dem Fenster leider nichts, da es natürlich schon längst dunkel ist und über dem Meer keine Lampen hängen...
Nach wie erwartet einer Stunde und vierzig Minuten landen wir in Nairobi.
Da wir ja zu spät gelandet sind gehen wir gleich zum Gate, denn die Boardingpässe haben wir ja auf den Handys.
Bei meinem alten Windowsphone funktionierts prächtig aber Sabines Boardingpass auf dem iPhone wird nicht akzeptiert und so muss sie einen ausdrucken lassen.
Noch kurz für kleine Mädels bzw. Jungs und schon wird geboardet!
Leider haben wir keinen Fensterplatz mehr gekriegt und so reise ich erstmals in der Mitte...gefällt mir gar nicht!
Sabine sitzt neben mir am Gang.
Und offenbar bin ich müde....denn ich erwache irgendwann nach dem Start...
Das ist mir auch noch nie passiert!

Tag 16: Ankunft in Europa

Um 00:45 gibts was zu essen, danach schlafe ich bis etwa 04:00 Uhr. Sabine kann das besser, sie schläft beinahe bis zum Frühstück durch.
Die Landung in Paris (06:48 Uhr, um 18 Minuten verspätet) funktioniert auch ohne dass wir den Eifelturm gesehen haben, aber das Umsteigen ist sportlich!
Denn der Flughafen Charles de Gaule ist nicht gerade sehr kompakt und übersichtlich!
Wir gehen zum Gate F52, wo das Boarding um 07:18 Uhr beginnt.
Wir meinen die letzten zu sein, aber im Flieger wird durchgegeben dass wir noch auf Anschlusspassagiere warten müssen.
Mit 10 Minuten Verspätung starten wir um 07:40 Uhr den Flug auf den allerhintersten Plätzen 24b & 24c.
Wobei Flug ja schon minim übertrieben ist für diesen kleinen Hüpfer, denn wir landen schon um 08:55 Uhr sehr unsanft in Zürich.
Raus aus dem Flieger, rein ins Klo um uns vom sommerlichen Zanzibar-Outfit ins winterliche Zürich-Outfit zu schmeissen.
Nur hab ich dummerweise die Sandalen an, die dicken Merino-Socken wirken darin etwas deplatziert...
Bei der Gepäckabgabe angekommen sehen wir nur noch einen Koffer, und der ist nicht von uns!
Es kann doch nicht sein dass unser Gepäck schon wieder nicht mit uns gereist ist???
Vier Koffer auf einer Reise???
Wau, vielleicht sollte ich mich beim 'Guinness Book of Records' mal melden...hmm...
Natürlich fragen wir nach und erfahren dass unser Gepäck in Paris geblieben ist und uns nachgeliefert wird.
Nur...wohin, nach Schaffhausen zu Sabine oder nach Widnau zu mir?
Wir entscheiden uns für Schaffhausen, da wir bis übermorgen noch dort sein werden...hoffen wir einfach mal dass die Koffer wie vom Angestellten vermutet bis übermorgen eintreffen...
...sonst ist niemand da um sie in Empfang zu nehmen!
Um 09:57 fährt unser Direktzug nach Schaffhausen ab, wo wir erst mal Sabines Wohnungsschlüssel im Briefkasten ihres Sohnes holen müssen. Dazu dürfen wir durch den Schnee stapfen...
...ich erinnere an meine Sandalen mit Merinosocken!



Oben: Bilder für Götter! :-D

Dann ab in den Bus und hoch zu Sabines Wohnung, wo die Reise um punkt 11:00 beendet ist!


Gruss

Picco

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#75

RE: Reisebericht: Rheintaler Geschnetzeltes oder Picco und Sabine in Uganda und Zanzibar

in REISEBERICHTE 12.08.2018 15:57
von blue-rider • Cheetah | 72 Beiträge

Hey Picco,

schon vorbei, schade - aber das denkt man sich sowohl bei Urlauben als auch Reiseberichten wohl immer ;) Schön war's - oder scheint es gewesen zu sein.

Und ich dachte, Sandalen + Socken sei typisch deutsch, wieder was gelernt ;P

Grüße
Bluey

PS: Delfine in Italien kann ich nicht beurteilen, auf Madeira fand ich es enttäuschend (3 Stunden Fahrt, davon 1/2h Badestopp und ganz viel Rumgegurke ohne Tier, dann ein paar Finnen und das war's) - aber nur wegen einer Tierart irgendwo hinzufahren, müsste sich schon sehr lohnen. Ich denke immer noch an "Wale (+Pinguine) in Kappstadt und Umgebung" entlang, aber ich brauch eine willige Reisebegleitung, Zeit und Geld ... am 2. könnte es dann ggf. nächstes Jahr scheitern, abwarten ... läuft ja nicht weg.


zuletzt bearbeitet 12.08.2018 16:02 | nach oben springen



     
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