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#1

Fragen zur anstehenden Reise durch Sambia und Co.

in SAMBIA - ZIMBABWE - MALAWI - MOSAMBIK 02.03.2017 09:34
von Leondercoole • Rock-Dassie | 2 Beiträge

Guten Morgen liebe Afrika Freunde, Skeptiker und Fanatiker :)

seit einiger Zeit träume ich von einem Afrika Abenteuer, was so langsam in meinem Kopf Gestalt annimmt. Ich würde gerne mit einer Gruppe von insgesamt 6 Jungs von Deutschland nach Lusaka fliegen. Wir sind alle Naturfreunde und sensibel im Umgang mit Tieren, außerdem wenig ängstlich. Allerdings sind wir noch völlig Afrika und Safari unerfahren! In Lusaka möchten wir einen Geländewagen mieten und mit diesem von Lusaka aus zuerst nach Mongu fahren und dann von dort am Sambesi entlang bis zu den Viktoria Fällen. Von dort aus am Ende der Reise wieder nach Lusaka zurück für den Rückflug. Die meiste Reisezeit soll aber für Lusaka-Mongu-Viktoriafälle draufgehen. Die Strecke Viktoriafälle-Lusaka ist dann bereits eine Art Rückweg.

Unsere Reise von Lusaka über Mongu zu den Viktoriafällen wollen wir mit dem Geländewagen als Sicherheut vor Tieren und ansonsten mit wildem campen verbringen. Wir haben 2 Dreimannzelte und wollen darin die Nacht in der Wildnis verbringen. Sobald wir in Mongu angekommen sind, bzw. am Sambesi wollen wir uns in zwei 3er Gruppen aufteilen. Immer eine 3er Gruppe fährt den Geländewagen eine Tagesroute den Fluss runter, die andere 3er Gruppe fährt mit einem Schlauchboot oder Kanu/Kajak, welches wir aus Deutschland mitbringen. Abends trifft man sich dann immer und baut ein Camp auf, indem man dann je nach dem eine oder mehrere Nächte verbringt. Das Highlight am Ende sind hoffentlich noch einmal die Viktoriafälle.

Der Traum ist völlige Freiheit, Natur pur, viele Wildtiere, Abenteuer und ein Entkommen aus der Zivilisation.

Soweit die Idee! Kommen wir zu meinen Fragen an Euch

Zu allererst: Wie realistisch ist das Ganze? Kann man einfach so wild campen in Sambia oder ist das verboten oder nicht möglich oder wegen Tieren einfach zu gefährlich? Außerdem habe ich gelesen, dass es in Namibia erlaubt ist Antilopen zu schießen, da sie dort eine Plage sind. Stimmt das? Ein Teil des Sambesi liegt nämlich auch an oder in Namibia.

Außerdem welche Jahreszeit würdet ihr empfehlen? Überall steht, dass die beste Zeit für Wildtiere in der Trockenzeit sei, da sich dann alle an wenigen Wasserlöchern aufhalten. Außerdem wollen wir natürlich möglichst wenig Regen und möglichst hohe Temperaturen. Gleichzeitig sind wir mit der kleinen Bootstour auf einen mehr oder weniger wasserreichen Fluss angewiesen und wollen natürlich auch die Viktoriafälle nicht nur als weniges Rinnsal beobachten. Was empfiehlt ihr?

Was sollten wir außerdem Beachten/unbedingt mitnehmen etc.?

Wieviel Zeit und welches Budget sollten wir einplanen?

Vielen Dank für Eure Hilfe!


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#2

RE: Fragen zur anstehenden Reise durch Sambia und Co.

in SAMBIA - ZIMBABWE - MALAWI - MOSAMBIK 03.03.2017 07:46
von Picco • der mit dem Klo tanzt | 1.505 Beiträge

Hoi Leon

Ihr wart noch nie in Afrika und wollt gleich auf eigene Faust den Sambesi runterschippern und wild campen?
Wisst aber noch nicht mal ob das wegen der Tiere gefährlich ist?
Phu!
Es ist zwar nicht so dass ich mich in Sambia wirklich auskenne (war bisher nur an den Vicfalls) aber nach elf Afrikareisen (Kenya, Tansania, Uganda, Rwanda, DR Congo, Botswana und eben eine kleine Ecke Sambia) würd ich das nicht wollen!
Zum Einen ist der Sambesi nicht mit europäischen Gewässern zu vergleichen da es da drin schlicht und einfach Krokodile und Nilpferde hat, zum Anderen ist campen zwar wegen der Tiere solange man sich an bestimmte Regeln hält problemlos aber es gibt ja nicht nur Tiere...
Wollt Ihr nicht erst mal eine 'normale' Tour durch Afrika machen?
Abenteuer gibts da für einen Anfänger mehr als genug!!!

Deine Frage betreffend Antilopen schiessen...
Denkst Du wirklich dass Du da einfach so auf die Jagt gehen darfst? Ist das Dein Ernst? Wenn es so wäre wären die Antilopen schon längst in den Kochtöpfen der dortigen Bevölkerung gelandet, denkst Du nicht auch?

Picco als Mod: Ich hab Deinen wortwörtlich gleichlautenden Beitrag in den Reiseberichten gelöscht, bitte zukünftig keine Doppelbeiträge mehr schreiben. Danke! Ende Picco als Mod.


Gruss

Picco

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Meine Reiseberichte
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#3

RE: Fragen zur anstehenden Reise durch Sambia und Co.

in SAMBIA - ZIMBABWE - MALAWI - MOSAMBIK 03.03.2017 08:30
von Suricata • Leopard | 184 Beiträge

Hallo Leo,

ich habe die Victoria Falls einmal zur Regen- und einmal in der Trockenzeit gesehen. Da ist ein Unterschied. Zur Regenzeit hat nicht mal das Regencap geholfen, ich war einfach durch und durch naß (meine Erfahrung ist allerdings schon ein paar Jahre alt).

Zu Namibia kann ich Dir sagen, dass es nach meinem Wissen viel privates Land gibt. Hier ist Wildcampen und Antilopen schießen bestimmt nicht erlaubt. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass es auf anderen Gebieten erlaubt sein dürfte. Hier müsst Ihr Euch wohl an eine Jagdfarm wenden und Geld bezahlen.

Bitte beachte, dass es gerade Flußpferde teilweise "aggressiv" reagieren, wenn Du ihnen zu nahe kommst und blitzschnell ein kleines Boot zum kentern bringen können. Das könnte sehr unangenehm werden.

Viele Grüße
Suricata


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#4

RE: Fragen zur anstehenden Reise durch Sambia und Co.

in SAMBIA - ZIMBABWE - MALAWI - MOSAMBIK 23.04.2017 20:53
von heart4zw • Rock-Dassie | 40 Beiträge

Hi Leon,
zunächst einmal kann ich Deinen Wunsch nach der "totalen Freiheit" und "Afrika pur" sehr gut nachvollziehen und verstehen.
Auch bin ich selbst noch nicht in Sambia gewesen, jedoch gehe ich davon aus, dass sich die Gegebenheiten nicht allzu sehr von z.B. Zimbabwe unterscheiden.
Ich möchte mich jedoch meinen Vorrednern anschließen und das Eine oder Andere zu bedenken geben.
1. Afrika ist nicht Europa, weder von Flora und Fauna noch von den bürokratischen Hürden und Denkweisen der Gesetzeshüter.
Wenn Du denkst, in Afrika wird alles viel lockerer gesehen als hier, dann irrst du gewaltig. Meine Erfahrungen sind eher, dass es in Afrika deutlich mehr Bürokratie und Starrsinnigkeit, was Auslegung von Gesetzen angeht, gibt, als das mittlerweile hierzulande anzutreffen ist.
Das wilde Campen mag, mit guter Ortskenntnis, hier und da möglich sein, von Touristen wird jedoch erwartet, dass sich diese auf den zahlreichen Campsites anmelden und selbstverständlich auch dafür (oftmals nicht gerade wenig) bezahlen.
2. Jagen: In Zimbabwe kann man gegen ordentlich Dollars Jagdlizenzen für den Abschuss von Tieren erwerben, alles andere ist Wilderei und wird sehr hart bestraft. Ich denke, in Sambia wird es ähnlich sein. Diese Jagdlizenzen (nach Abschüssen berechnet) übersteigen den Wert des eigentlichen Fleischpreises bei weitem, also sicher keine günstige Möglichkeit an Fleisch zu kommen.
3. Die Viktoriafälle sind sicher in/nach der Regenzeit am Eindrucksvollsten und man wird tatsächlich auch mit Regenjacken klatschnass, was aber nicht weiter tragisch ist, da das Wasser warm ist und man in der Sonne wieder schnell trocknet ;-) . Jedoch sollte man auch bedenken, dass man durch die starke Gischt teilweise nur wenig von den Fällen sehen kann. Man muss also etwas abwägen, will ich lieber etwas weniger Wasser fallen sehen, stehe dafür aber vielfach im Regen, oder sehe ich mehr von den Fällen aber mit weniger Wasser. Eindrucksvoll ist es so oder so. Empfehlen würde ich für euer Gesamtvorhaben eher die Trockenzeit, da manche Strecken in der Regenzeit auch für geübte Fahrer schnell zur Herausforderung werden können.
4. Bootstour: Auch hier würde ich mich noch einmal genauer erkunden ob dies ohne Guide in Sambia erlaubt oder überhaupt sinnvoll ist, denn es lauern tatsächlich Gefahren, welche wir kaum abschätzen können. Selbstüberschätzung hat da schon manchen Touristen das Leben gekostet.
5. Mietwagen: Die meissten Allradfahrzeuge sind 2/5 Sitzer, ob man mit 6 Personen darin fahren darf würde ich den Vermieter mal anfragen. Denn sowohl der Vermieter (auch wegen Versicherungsschutz) als auch der Gesetzgeber hat da so seine Vorstellungen. Und auch wenn man in Afrika überall mit Menschen hoffnungslos überladene Fahrzeuge sieht, kann die Auslegung eines entsprechenden Gebotes für Touristen anders aussehen und evtl. auch kostspielig werden. Und, in Afrika wird gerne und häufig kontrolliert ;-) .
6. Zeitlicher Rahmen: Das ist sicher sehr individuell, es gibt Leute, welche diese Strecke in 14 Tagen abspulen, aber ich würde dafür eher 3-4 Wochen ansetzen (der Flug soll sich ja auch lohnen und man will ja auch genießen) .
7. Finanzen: Afrika ist für Touristen kein Billigland! Unterbringungen und auch Camps kosten z.T. nicht wenig und auch Eintrittspreise für NP sind für Touristen deutlich teurer als z.B. für Einheimische. Alleine Vic Falls NP kostet meines Wissens 30$ / Tag/Person . Alles in allem würde ich von mind. 1000€/Person + Flug ausgehen, und das auch nur, wenn man sich günstige Camps aussucht und auf jeglichen Luxus (wie z.B. auch Fleisch, Wurst usw ;-) ) verzichtet. Zu beachten sind auch Visakosten, wenn man z.B. die Vicfalls auch von Zimbabwe aus sehen möchte (was ich empfehlen würde). Da gibt es meine ich ein Kombivisa für Sambia und Zimbabwe (mal erkundigen).

Wir Du siehst, es gibt eine Menge zu beachten, dennoch würde ich nicht grundsätzlich davon Abraten, nur muss man vieles Bedenken und am Ende geht es nicht ganz ohne Kompromisse (z.B. Campsites statt wild Campen). Und wie Picco schreibt, Abenteuer gibt es sicher auch so genug, nur sollte man am Ende auch wieder heil Zuhause ankommen und kein Vermögen für Strafen bezahlt habe :-) !

Liebe Grüße Heart4Zimbabwe


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